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| Einträge im Logbuch: 26 | ||||||
| Tag 14 - Entscheidung am Sonne-Mond See | ||||||
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20. Oktober 2005 Jan Brill
Leserreise: Tag 13 Tag 13 - Hightech und Schlangenmarkt Taipei. Die Pazifikinsel ist der östlichste Punkt der Reise. Wie sind am Stillen Ozean, und dies sozusagen "auf der anderen Seite"! Der gestrige Empfang am Flughafen war eine handfeste Überraschung. Zeitung, und Fernsehnachrichten waren zugegen um über die Ankunft der "kleinen" Flugzeuge aus Europa zu berichten. Auch hier sind wir bei weitem die erste Gruppe Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt die landet. Überhaupt erst zwei Flughäfen der Insel sind für den privaten und internationalen Verkehr offen. Wir sind eine echte Premiere, unsere Flugzeuge werden beäugt, gefilmt, die Piloten interviewt. Trotzdem läuft das Handling durch China Airlines recht problemlos.
Besonders interessant: Eine Ausstellung über chinesische Kalligraphie und Drucktechnik. Beginnend rund 2.000 v. Chr.! Mit Gutenberg kann man hier irgendwie niemanden beeindrucken. Es folgt der "Taipei 101". Immerhin das höchste Gebäude der Welt, mit weit über 500 Metern. In nur 32 Sekunden schiesst uns der schnellste Aufzug der Welt in den 82. Stock. Taipei ist eine Businessgroßstadt mit allen westlichen Insignien, wie "Seven-Eleven" oder dem unvermeidlichen McDonalds. Unzählige Roller beherrschen das Stadtbild. Ein Autoparkplatz ist selbst für wohlhabende Bewohner unerschwinglich. Wir essen "Dumplings" und trinken fantastisch aromatischen Tee. Mitten in der Stadt dann das völlig überdimensionierte Grabmal des Chiang Kai Check. Unfasslich. Dem Autor sei die Bemerkung gestattet, dass die überbetont traditionelle Anmutung der dem Tienamen nachempfundenen Ehrenhalle samt Nationaltheater und Konzertsaal vor allem eine Assoziation auslöst: Legoland! Im Keller kann der fassungslose Besucher dann noch die beiden US-Limousinen des Generals besichtigen. Der Herr hatte einen ausgeprägten Hang zu Chrom und Plüsch.
Am Abend besuchen wir den Nachtmarkt mit Schlangenverkauf. Dieser hat es in sich: Von traditionellen Potenzmitteln, bis zu "überzähliger" Billigelektronik über lebende und tote Schlangen, Schildkröten, Hund (zum essen oder zum streicheln) und allerlei medizinischer Behandlung vor Ort: Der Markt erscheint als eine geschlossene Wertschöpfungskette die nahezu sämtliche mehr oder weniger primären Bedürfnisse abdeckt. Wir schauen und staunen, verzichten aber auf den angebotenen Probebissen eine leckeren und ganz sicher "zarten" Schlange.
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