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12. Oktober 2025 12:10 Uhr Jan Brill
Behörden: Medical beim LBA Ehemalige LBA-Juristin informiert über Hintergründe zum Versagen im Referat Flugmedizin Die Veröffentlichungen und Beiträge von Nina Coppik, einer ehemaligen Juristin im Referat L6 Flugmedizin des LBA, haben in den letzten vier Wochen hohe Wellen in den Sozialen Medien geschlagen. Die darin kritisierten Zustände sind allerdings alles andere als neu. Dass das Referat einem multiplen Organversagen erlegen ist, weiß jeder, der in den letzten Jahren mit seinem Medical dort vorstellig werden musste. Was hingegen neu ist an den Veröffentlichungen, ist ein detaillierter und sachlicher Einblick in die Abläufe und fachlichen Defizite der Behörde. Wir haben in der Redaktion von Pilot und Flugzeug aus den Publikationen und dem Gespräch mit Nina Coppik viel gelernt. Ihre Veröffentlichung unter dem Titel „Die Untauglichmacher: Klischee ‚Luftfahrt-Behinderungsamt‘ – und wahrer Kern“ sollte zur Pflichtlektüre für alle Piloten werden, die ein Flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis bei dieser Behörde halten oder anstreben.
Grundkurs Verfahren beim Medical Verweisung und Konsultation Problematisch ist in diesem Verfahren, dass die Tauglichkeit für die Dauer der Verweisung oder der Konsultation ruht. Auch die Tauglichkeit für niedrigere Klassen. Wenn ein Pilot also z.B. mit einem Befund für sein Klasse 1 Medical verwiesen wird, der aber für Klasse 2 und LAPL zweifelsfrei zulässig wäre, darf er die Rechte der Klasse 2 und des LAPL trotzdem nicht mehr ausüben. Das ist eine Rechtsauffassung des LBA und keineswegs in der Verordnung zwingend so festgelegt. Vor allem die extrem langen Laufzeiten bei Verweisungen und Konsultationen haben in den letzten Jahren Piloten zur Verzweiflung getrieben und berufliche Existenzen vernichtet. Denn einmal in diesem Prozess gefangen lässt das LBA auch einen Transfer des Medicals in einen anderen Staat nicht mehr zu (was rechtlich hochgradig problematisch ist). Widerspruchsverfahren Zweitüberprüfung Antrag auf Auflagenänderung Manche dieser Auflagen sind für die Betroffenen komplett problemlos, z.B. VDL oder VML, andere machen das Medical de-facto wertlos. Das kommt stark auf die Umstände der eigenen Fliegerei an. Während ein OML (nur mit Copilot) z.B. für einen Verkehrspiloten gar kein Problem darstellen würde, wäre es für den Piloten eines Rettungshubschraubers oder auch für einen passionierten Kunstflieger das Aus. Aufsichtsmaßnahmen des LBA Anfechtungs-/Verpflichtungsklage Einstweilige Anordnung Untätigkeitsklage Amtshaftungsklage Und der Anspruch umfasst: Eine solche Amtshaftungsklage kann sinnvoll natürlich erst geführt werden, wenn das Medical wieder gültig ist, da erst jetzt der Gesamtschaden beziffert werden kann. Transfer-Out Nicht alle Arbeitgeber sind über den Wechsel des Lizenz-Staates erfreut. Das LBA ist im Bereich Lizenzen (L4) recht pragmatisch und inzwischen auch flott. Vor allem erlaubt es Handeinträge auch durch ausländische Prüfer und eine Ausübung der Rechte bei Erwerb einer neuen Berechtigung unmittelbar nach dem Skilltest. All das sind erhebliche Vorteile aus Sicht eines gewerblichen Flugbetriebs. Frankreich oder die Schweiz sind da sehr viel restriktiver. Aber gegen einen Transfer z.B. nach Österreich kann eigentlich kein Arbeitgeber etwas einwenden. Wo liegen also die Probleme im Referat Flugmedizin? Liest man sich die eingangs beschriebene Reihe von Verfahren und Rechtsmittel durch, müsste man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass es sich um ein fein austariertes System mit mehreren Checks und Crosschecks handelt, das i.d.R. zu einem vernünftigen Ergebnis führen müsste. Etwas formal, aber auch funktional. Gute preußische Verwaltung eben! Verletzung Amtsermittlungsgrundsatz Fehlende Schulung der medSVs Keine Fehlerkultur und vermischte Zuständigkeiten Mangelhafte Arbeitsorganisation „Ihr Verhalten ist für mich nicht nachvollziehbar. Grundsätzlich sind Sie nach verschiedenen Vorschriften, die ich an dieser Stelle nicht im einzelnen aufführen möchte, verpflichtet, Aufforderungen des Gerichts in einem laufenden Verfahren nachzukommen. Wenn aufgrund erhöhter Geschäftsbelastung, wegen Personalmangels oder aus anderen Gründen mit längeren Stellungnahmefristen bei Ihnen zu rechnen ist, halte ich es nicht für zu viel verlangt, dass Sie dies dem Gericht auf eine konkrete Anfrage unter Hinweis auf den denkbaren zeitlichen Rahmen, in dem Ihnen eine Stellungnahme möglich sein wird, kurz mitteilen. Sprechen Sie mit uns. Zumindest ein telefonischer Hinweis an das Gericht sollte die Grenzen des Ihnen Möglichen nicht überschreiten.“ Es gibt im Verwaltungsrecht kein Versäumnisurteil und keine Zwangsmittel, weil man es sich offenbar nicht mal vorstellen konnte, dass eine Behörde derart schlampt. Die vom Richter hier hilflos gemahnten Zustände sind aber erklärlich: Wenn Fristen nicht notiert und überwacht werden, wenn es keinen ordentlichen Geschäftsverteilungsplan gibt, dann bricht eben das Chaos aus. Fazit – was tun? Die Missstände im Referat L6 dauern nun schon viele Jahre an, sind in diesem Magazin oft beschrieben worden und wurden nun von Coppik sachlich und messerscharf analysiert. Trotz zahlreicher Beteuerungen und Treffen mit Verbänden hat sich messbar in den letzten drei Jahren kaum etwas verändert.
Für Piloten, die ihr Medical beim LBA halten, muss man die Veröffentlichung von Nina Coppik als absolute Pflichtlektüre bezeichnen. Vor dem Hintergrund der hier erörterten rechtlichen Hintergründe läuft leider auch die kürzlich angestrengte Petition „Fliegerärzte sollen final entscheiden“ zumindest teilweise ins Leere. Denn das Vorgehen von Konsultation und Verweisung ist in der Verordnung so festgelegt. Hier müsste europäisches Recht grundsätzlich geändert werden. |
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Danke, Jan. Teilt dir der Pressesprecher des VG Braunschweig denn immer gerichtliche Termine mit zum Thema? Sind ja öffentlich... | ||||||
Hallo Jan, das war ein schöner und auch ausgewogener Artikel. Kritisch aber differenziert objektiv. M.E. einer der besten Pilot und Flugzeug Artikel seit langem. Eine Behörde ist nicht untragbar nur weil sie ihren Job macht - aber wenn sie den Job eben nicht richtig macht und dabei so viel dran hängt dann ist das eben ein Problem bei dem nur noch erhebliche Änderungen am Prozess und wahrscheinlich auch personell helfen. | ||||||
Ich habe mich heute Nachmittag entschlossen, diese Internetveröffentlichung von Jan Brill mit Hilfe von google online Übersetzer in das englische zu übersetzen und diesen Text zusammen mit meine Verbesserungsvorschläge an die flugmedizinische Abteilung der EASA gesendet. Zuvor hatte ich ein nettes Telefongespräch mit der EASA, dort mit einen Flugmediziner. Er hat sich für mein ( Eurer ) Anliegen Zeit genommen, vor allen gab er mir das Gefühl, interssiert an die Meinungen der einzelnen Piloten und deren Erfahrung mit der europäischen Flugmedizin zu sein. Folglich habe ich ihn dann den Text von Jan Brill mit Verweis auf pilotundflugzeug, zugesendet. Ganz zu allererst habe ich meinen Text mit Mayday Mayday Mayday tituliert und die EASA gebeten mein Anschreiben wie ein Luftnotfall zu behandeln. Jetzt liegt es auch an die Vereinigung Cockpit, sich mein Anschreiben anzuschliessen, weil bei Berufspiloten steht mehr auf dem Spiel als bei einen auf die 70 Lebensjahre zugehenden Segelflieger. | ||||||
Ich glaube der größe Gefallen, den du der Luftfahrt tun könntest, wäre Internet - und Telefonvertrag zu kündigen. | ||||||
sag mal pascal...sorry...für wen hälst du dich? wie kannst du einem engagierten menschen, der sich für diese ganze sache interessiert und auch einsetzt und darüber berichtet, so einen schmarren zu schreiben? es hat einigen stillen lesern weitergeholfen, was horst mit m. hier geschrieben hat. sei froh, daß du nicht in so einer lage bist...stell dir vor, du dürftest hier nur mit gültigem medical schreiben! besser du löscht diesen mist! | ||||||
Pascal, Ingo, könnten wir mit der obligatorischen Selbstzerfleischung bitte einfach noch 25 Beiträge lang warten und diesen Thread eine Weile offenhalten für Leute, die zu diesem extrem wichtigen Thema inhaltlich etwas beizutragen haben? | ||||||
Genau das wollte ich ja erreichen! Quod erat demonstrandum - | ||||||
Wie Aero.de meldet soll es wohl jetzt seitens der Fachaufsicht des Ministeriums Maßnahmen geben die ergriffen werden. Was genau das heißt, steht nicht dabei, aber das klingt erst mal dass sich was tut. Ministerium greift beim Luftfahrt-Bundesamt durch https://www.aero.de/news-51276/Ministerium | ||||||
Das klingt erstmal nach Beruhigungspille, würde ich denken... | ||||||
So sehe ich das auch, seit Dr. Wurster, dann Dr. KIrklies und ......... hat sich bis heute nicht s an der Arbeitsweise des LBA geändert. Es kann eigentlich nicht mehr schlimmer werden. | ||||||
Daß das Verkehrsministerium überhaupt Akten angefordert hatte, ist eine unglaubliche Ohrfeige für den Präsidenten, das sind schon mehreren Eskalationsstufen. Das "Maßnahmenbündel" des Verkehrsministeriums könnte die Erlaubnis sein, die ja vorhandenen Gelder des Personalbudgets zB für externe Mitabeiter online einzusetzen und nicht die Stellen zu besetzen zu versuchen, was dem Referat eh' nicht gelingt. Nach von der Leyens ausgiebigem Einsatz von Beratern hatten sich die Ministerien geeinigt, daß das Geld für Personal auf festen Stellen eingesetzt werden muß - so daß das LBA vor der absurden Situation steht, seine Leistungen nicht zu erbringen unter anderem aus Mangel an (geeigneten) Mitarbeitern und gleichzeitig offene Stellen zu haben und reichlich Kollegen, die fachlich geeignet wären, nicht auf Stundenbasis online beschäftigen zu dürfen. | ||||||
Ich möchte anmerken, dass einige der vom LBA Flugmedizin extern eingesetzte Flugmediziner inzwischen wieder abgesprungen sind. Bei einen habe ich das selber im Telefongespräch erfahren. Da muss irgend etwas gewaltiges das Zahnradsystem Luftfahrtbundesamt ausbremsen? | ||||||
In der Medizin gibt es kein Schwarz und kein Weiß, sondern nur Grautöne. Die Referatsleitung ist kein Mediziner/keine Medizinerin. Manche Juristen möchten gerne 'klare Verhältnisse', das ist schon mal ein kultureller Unterschied. Dazu kommt, daß die verbliebenen Ärzte keine jahrzehntelang gestandenen Kliniker/Praktiker zu sein scheinen und niemand da ist, der mal die Brust rausstreckt und Verantwortung übernimmt. Das Resultat nach außen ist cover-my-ass-Medizin bzw. das Verfahren des geringsten Risikos. In diesem Umfeld arbeitet niemand gern, der bisher in seinem Berufsleben Dinge bewegt und möglich gemacht hat. Das ist schade, denn eigentlich ist das ein attraktives Angebot für Ärzte zB im Ruhestand: frei einteilbare Zeit, selbst bestimmbarer Arbeitsumfang, sie bleiben der Medizin verbunden. Evtl. sind das Flieger, sie können etwas nützliches machen. Ich bin sicher, daß eher die Mehrheit meiner ehemaligen Fliegerärzte, die inzwischen im Ruhestand sind, daran Interesse hätten | ||||||
Wie kommt es, dass ein LBA Mediziner mit Dir telefoniert und solche Details preisgibt, obwohl Du mit Deiner Akte und Einstellung mehr als deutlich die tschechischen Behörden nicht aufhörst zu empfehlen?? | ||||||
Das ist ganz einfach zu erklären. Es gibt eine EU Liste aller medical advisor. In Tschechien ist es eine Person, ein erfahrener Fliegerarzt. In Österreich stehen auf dieser Liste namentlich Dr. Peter Metzger, Dr. Isabella Bauer und Dr. Vijay - Mohan Sharma. In Tschechien ist es nur ein Arzt, Dr. Oldrich Truska, mit welchen ich in Prag schon oft gesprochen hatte. Er entscheidet über die Fliegertauglichkeit. In Deutschland stehen namentlich 10 Ärzte auf dieser EASA Liste. Welcher dieser 10 Ärzte auf dieser Liste entscheidet über Tauglich oder Untauglichkeit? Immer wenn mehr als ein Arzt benannt wird, gibt es eine gegenseitige Kooperation, ähnlich wie im 2 Mann Cockpit Arbeitsteilung? Aus meinen Telefongesprächen konnte ich entnehmen, dass jeweils einer dieser 10 Ärzte von dem LBA ein Untersuchungsauftrag aus Konsultation oder Verweisung, bekommt. Aus dieser Liste habe ich versucht, alle anzutelefonieren. Die Adressen habe ich von Dr. google erfahren. ( ich weis nicht, ob auch der Bundesnachrichtendienst auf Dr.google zurück greift? man bekommt hier Informationen, aber nicht alles ) In den meisten Fällen haben diese Ärzte eine eigene kassenärztliche Praxis. Nur einer dieser 10 Ärzte ist bei der Lufthansa Copilot als Frachtflieger. Ich habe mich vorgestellt und vorgehalten, dass der Dr. auf dieser EASA Liste namentlich benannt wird. In den meisten Fällen bekomme ich immer eine Sprechstundengehilflin ans Telefon, so wurde mir von einer dieser netten Damen am Telefon gesagt, dass der betreffende Herr Dr. nicht mehr tätig ist für das LBA. Ich habe aber von einen anderen Dr. auf dieser EASA Liste am Telefon erfahren, das im persönlichen Telefongespräch, dass unser LBA inzwischen sehr aufgeholt hat und bei Konsultationen/Verweisungen recht zügig arbeitet. Auf meine erweiterte Frage, warum dann diese langen Wartezeiten von bis zu ein Jahr, antwortete mir dieser Dr. " Das liegt an den betreffenden Piloten, wenn diese die angefragten Fliegeratztakten nicht zusenden." Ich habe mit diesen Dr. recht lange geplaudert, dann gab er mir zu verstehen, dass er noch andere Tätigkeiten abzuarbeiten hat. Ich habe das aus meiner Erinnerung der Telefongespräche hier so niedergeschrieben. Wenn man eine Behörde etwas nachweisen möchte, braucht man zuverlässige Zeugen. Bezeugen könnten diese 10 Ärzte auf dieser EASA Liste eigentlich viel. | ||||||
"Nach von der Leyens ausgiebigem Einsatz von Beratern hatten sich die Ministerien geeinigt, daß das Geld für Personal auf festen Stellen eingesetzt werden muß - so daß das LBA vor der absurden Situation steht, seine Leistungen nicht zu erbringen unter anderem aus Mangel an (geeigneten) Mitarbeitern und gleichzeitig offene Stellen zu haben und reichlich Kollegen, die fachlich geeignet wären, nicht auf Stundenbasis online beschäftigen zu dürfen." Das wusste ich nicht, ist ne gute Information. Aber: das ändert ja nichts an der Tatsache das 'man' damit als potentiell Betroffener der Behörde schlicht und einfach am Arm des Propheten ist. Austrocontrol, here I come wird sicher ein neuer Hit werden.... | ||||||
"Austrocontrol, here I come wird sicher ein neuer Hit werden...." Ich schätze, die bedanken sich, die ganzen kompilzierten Fälle aus Deutschland zu bekommen. | ||||||
Kann es sein, daß das Verkehrsministerium, tratitionell eher von der zweiten Reihe der überforderten Parteigrößen geleitet, wie "unser Anderl"Scheuer, oder Dobrint oder Ramsauer, wer kennt noch Bodewing, ganz andere Probleme habe und dem LBA, BfU, niedrigste Priorität einräumen? Die Bahn, die Brücken, die Maut..... das stürzt alles auf die Helden ein. Was interssiert die Handvoll Piloten? Pfffft.. | ||||||
Pars pro toto fürs Führungsversagen. | ||||||
Aus einer Anfrage an Austrocontrol: Ich ersuche um Verständnis: Wir können (und wollen) lange Bearbeitungszeiten anderer Behörden NICHT kompensieren, das ist NICHT unsere Aufgabe. Wir können das ressourcentechnisch auch nicht mehr stemmen. | ||||||
Also, verteilt Euch in allen vorhandenen EASA - EU Staaten. Alles schreibt lobend von austrocontrol. Keiner von BAZL in der Schweiz. Auch wenn ich immer wieder die tschechische Republik hier im Forum erwähne, auch Tschechien könnte den Ansturm aus Deutschland längerfristig nicht stemmen. Dazu ist dieses Land zu klein. Tschechien hat nur ein aeromedical Center, dieses ist personell und organisatorisch sehr gut durchorganisiert. Nach meiner Einschätzung würde allerdings die flugmedizinische Arbeitsfähigkeit dieses aeromedical Centrum zum erliegen kommen, zumal dieses aeromadical Centrum auch ein allgemeines Gesundheitszentrum für die Bevölkerung ist. So sitzt neben mir eine alte Dame mit Rollator, welche zum gleichen Arzt geht wie ich zur flugmedizinischen Untersuchung. Eben das fasziniert mich in Tschechien. Ich muss so langsam umdenken, nur von Tschechien als Alternative zu schreiben, das würde kapazitätsmässig gar nicht gehen, so denkt inzwischen auch austrocontrol. Die Piloten mit deutscher Lizenz müssen ihr Problem versuchen in Deutschland zu lösen. In diesen Sinne habe ich auch die EASA in Köln antelefoniert, gleich einen dort angestellten Luftfahrtmedizinier gesprochen. Dieser kennt die deutsche Situation. Vor allen die Berufspiloten haben gegenüber vielen anderen EU Staaten nicht die gleiche Chance für eine zeitgerechte flugmedizinische Abarbeitung. Ich habe die EASA mit hohen informativen Inhalt angeschrieben, vor allen auch Bezug auf die betreffende Justitiarin genommen, und auch meine Vorschläge unterbreitet. Mehr kann ich nicht machen. So hat beispielsweise die Deutsche Flugsicherung für ihre Fluglotsen eine eigene flugmedizinische Organisation, völlig unabhämngig von dem LBA. Nur, diese dürfen Fluglotsen flugmedizinisch Untersuchen, nicht Piloten, so die Gesetzeslage. Das Flugmedizinische Zenterum der Bundeswehr in Köln ist kapazizätsmässig auf die flugmedizinische Untersuchung der Militärpiloten fokusiert, und ist damit bereits überausgelastet. Ansonsten währe die ärztliche Personalbesetzung von dem aeromedical Center der Bundeswehr in Köln ziemlich gleichwertig besetzt wie das in Prag. Ich habe dann noch einen abenteuerlichen Versuch unternommen, die Chariete in Berlin als aeromedical Center auszubauen, weil dort alle Facharztfakultäten vorhanden währen. Nach reichlicher Überlegung würde allerdings auch dieser Lösungsweg an der deutschen bürokratischen - behördlichen Organisationsstruktur scheitern.Am Telefon habe ich auch erfahren, dass so ein aeromedical Center in der Chariete behördlich blockiert wurde, die Anfrage lag 5 Jahre auf deren Tisch der Behörde. Die dortigen zwei sehr guten Fliegerärzte haben nun die Motivation verloren. Als letzte und brutalste Möglichkeit bleibt nur ein Generalstreik aller deutschen zivilen Fliegerärzte übrig. Die meisten Fliegerärzte verdienen ihr Geld ohnehin mit einer Hausarztpraxis. | ||||||
Als letzte und brutalste Möglichkeit bleibt nur ein Generalstreik aller deutschen zivilen Fliegerärzte übrig. Tolle Idee. Dann gehen alle deutschen Piloten zu Fuß und verlieren ihre Ratings. Die meisten Fliegerärzte verdienen ihr Geld ohnehin mit einer Hausarztpraxis. Ach....??? Der Horschty ist heute aber kreativ :-) | ||||||
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