Alles, was (privates) Fliegen _bürokratisch_ aufwändiger macht als (privates) Fahren, ist Verschwendung:
1. Das Unfallrisiko des Kleinflugzeugs ist statistisch gesehen vergleichbar mit dem Motorradfahren, wobei beim Fliegen die Risiken deutlich leichter zu managen sind, weil sie mit Sorgfalt und weniger mit Reaktionsfähigkeit zu tun haben. Die Entfernungen bei typischen Begegnungen sind in der Luft deutlich größer als auf der Straße.
2. Der Energieinhalt des typischen Kleinflugzeugs ist maximal vergleichbar dem eines LKWs auf der Autobahn.
3. Der maximal vorsätzlich verursachbare Schaden dürfte beim LKW deutlich höher sein.
Und warum machen die Behörden bei der Fliegerei hier so einen Popanz von Medical bis Sprachtest, während sie in den USA sich Sorgen um ihre Klientel machen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, vom Wegfall des Medicals bis zum Zuschuss für ADS-B-Transponder?
Als Begründung für den größeren Aufwand hier wird häufig der "volle Luftraum" genannt. Hm. Schau ich hier nach oben und vergleiche das mit Kalifornien, dann fällt mir auf, was ich hier eher selten sehe. Flugzeuge. Und trotzdem wird diesen wenigen Flugzeugen hierzulande weniger Unterstützung und Infrastruktur angeboten als in USA. Wir hatten es neulich im Thread über GPS-Approaches. Die USA haben die Satelliten ins All geschossen, wir mussten NICHTS dafür bezahlen, aber pro GPS-Approach braucht man 70k für die "Einrichtung". Hallo?
Und die Fliegerfreunde werden immer weniger, hüben wie drüben. Die Reaktion MUSS eigentlich ein Zurückfahren der Bürokratie sein, weil (i) die Wichtigkeit mit der Zahl der User sowieso abnimmt und (ii) die Kostenstrukturen dem Bedarf angepasst sein sollten. Aber über Umsatz müssen sich deutsche Beamte natürlich keine Gedanken machen.
Sorry, das musste mal raus... passt aber immerhin entfernt zum Artikel :-)