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21. August 2026 20:11 Uhr: Von Alexander Patt an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +2.00 [2]

Klimaschutzmaßnahmen sind alles andere als selbstlos. Die blanken Zahlen zeigen, dass uns recht viele Länder um Jahre voraus sind und uns damit nicht nur ökologisch, sondern eben auch ökonomisch abgehängt haben (oder dabei sind es zu tun). Das Märchen von unseren wirkungslosen 2 % ist schon derart lange wiederlegt, dass ich tatsächlich überrascht bin, es 2026 von einem gebildeten Menschen zu lesen.

21. August 2026 21:31 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Alexander Patt Bewertung: +8.00 [8]

Wieso sollte der Erfolg eines Landes im Kampf gegen den Klimawandel sich wirtschaftlich als Erfolg genau in diesem Land auswirken?

Du hast mein Argument nicht verstanden:
Maßnahmen mit Kosten: lokal
versus
Auswirkungen: global

Deine Argumentatioin, dass Klimaschutz mit Wirtschaftsstärke, geschweige denn mit Wirtschaftswachstum korreliert, ist auch belegbar falsch: siehe Anhänge
(Die in unserem Land exklusiv verteufelte Atomkraft ist übrigens Grund für manch niedrigen Wert für CO2/Kopf. Ist das dann der grüne Weg zum Wirtschaftswachstum durch Klimapolitik?)

Im übrigen hört man von gebildeten Leuten gelegentlich auch mal andere Meinungen als die eigene. Das nennt sich Diskurs.

Die Welt ist kein Ponyhof.



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21. August 2026 22:01 Uhr: Von Alexander Patt an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [3]

Atomkraftwerke sind ein eher bizarres Beispiel für Deine Argumente. Keine uns bekannte Art der Energiegewinnung ist (auch nach Meinung der Betreiber) teurer und mit größeren Unwägbarkeiten in Betrieb und Entsorgung verknüpft. Deshalb werden ja generell Gewinne privatisiert und Risiken samt Ewigkeitskosten von der Gemeinschaft getragen.

Differierende Meinungen sind spannend, gut verstandene, dadurch aufgeklärte Fehlinformationen dagegen sinnlos. Darüber lässt sich zwar diskutieren, aber vorhersehbar ohne jeden Nutzen.

21. August 2026 22:40 Uhr: Von Manni Fold an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]
21. August 2026 22:42 Uhr: Von Heiko Sauer an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +8.00 [8]

Ich gehe jetzt mal auf Deine China Aussage ein: Dort wurde im ersten Halbjahr 2025 so viel PV-Leistung installiert, wie in Deutschland die letzten 25 Jahre! Das ist meine Branche und ich weiß, wie viel bei uns gebaut wurde. Bis zu dieser Info war ich eigentlich recht stolz auf unsere Leistung, jetzt bin ich neidvoll erblasst.

Die Kostenfrage finde ich auch immer wieder 'witzig'. Ich hole mit meinen 13,28 kW(p) vom Hausdach mit einem 21 kWh Speicher übers Jahr mehr als 75 % vom eigenen Dach (habe knapp 10.000 kWh/a). Die kWh kostet mich um die 5 ct. Wenn ich von den hellblauen Äffchen dann höre, wir bräuchten aus Kostengründen wieder mal Kernkraft, die bei Großkraftwerken um die 15 ct/kWh (Hinkley in GB zum Beispiel) in der Erzeugung liegt, kann ich nur noch müde den Kopf schütteln. Die Mini-AKWs werden unter 25 ct/kWh nicht realisierbar sein. Wohlgemerkt noch ohne Netzendgelte, Steuern, usw.

Zum Thema 'die Anderen machen aber dies und das': Nur weil zum Beispiel im Ukraine Krieg Flugzeuge abgeschossen werden und in die Bäume stürzen, kippe ich mein Motoröl vom Flieger doch nicht in den Wald. Ich muss doch so viel machen und schützen, wie ich kann! Das darf ich doch nicht von den Verfehlungen der Anderen abhängig machen!

Generell noch ein ganz einfaches Zahlspiel: Die Menschheit haut durch fossile Brennstoffe derzeit mehr CO2 in die Atmosphäre, als die Erde in einer Million Jahre eingelagert hat. Selbst der Dümmste der Dummen sollte realisieren, dass das nicht gut gehen kann. Ganz ohne Klimaforscher, einfach nur durch ein paar Sekunden denken.

21. August 2026 23:59 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Heiko Sauer Bewertung: +5.00 [5]

Ich habe auch 11 kWp auf dem Dach. Das rettet aber nicht die Welt.
Es ist auch egal, wie ich zur Atomkraft stehe: wir retten nicht die Welt.
Und es ist ein Irrglaube, dass man unserem Weg folgt, nur weil wir denken, dass wir moralisch und ethisch die einzig zulässige Sichtweise haben.

Ich leugne auch in keiner Weise den Klimawandel, sondern ich widerlegte mit öffentlich zugänglichen Fakten die Thesen:
"Dazu sind, bei nüchterner Betrachtung, fast alle Maßnahmen zum Schutz des Klimas mittelfristig wirtschaftlich erfolgreich."
und
"Klimaschutzmaßnahmen sind alles andere als selbstlos. Die blanken Zahlen zeigen, dass uns recht viele Länder um Jahre voraus sind und uns damit nicht nur ökologisch, sondern eben auch ökonomisch abgehängt haben (oder dabei sind es zu tun). Das Märchen von unseren wirkungslosen 2 % ist schon derart lange wiederlegt, dass ich tatsächlich überrascht bin, es 2026 von einem gebildeten Menschen zu lesen."

Ich stellte klar, dass dies nur in globalem Maßstab gelten kann. Um das zu verstehen, muss man aber meinen Beitrag inklusive Anhänge schon auch lesen und verstehen wollen. Dazu kann ich keinen zwingen.

Wir müssen mit der geopolitischen Realität umgehen.
Dass man aus Träumen auch stets wieder aufwacht, konnte man ja in letzter Zeit erfahren.

22. August 2026 00:58 Uhr: Von Heiko Sauer an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +5.00 [5]

Wir zwei retten die Welt sicher nicht alleine, das ist mal sicher. Aber von alleine wird das auch nichts. Da gibt's ein nettes Lied von den Ärzten: Deine Schuld. Das passt.

22. August 2026 06:50 Uhr: Von Michael Söchtig an Heiko Sauer Bewertung: +4.00 [4]

Wir werden immer noch geht nicht hören wenn wir fertig sind. Einfach machen.

Der Markt setzt sich durch und das sind E Autos und Erneuerbare Energien.

22. August 2026 08:57 Uhr: Von Alexander Patt an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]

Ich wüsste nicht, dass Fatalismus jemals ein Problem gelöst hätte.

22. August 2026 09:03 Uhr: Von Jochen Wilhe an Alexander Patt Bewertung: +7.00 [9]

So ein Unsinn. Die ganze Welt lacht sich über die ideologische deutsche "Klimapolitik" kaputt. Die bringt nichts ausser Verarmung, Verschuldung, Deindustrialisierung, Hohe Energiepreise, Hohe Arbeitskosten und Rekord-Arbeitslosenzahlen (aktuell > 3 Millionen). Mercedes baut jetzt sein Automobilwerk für über eine Milliarde Euro in Ungarn. Danke !

Es hat niemand etwas gegen eine rationale Umweltschutzpolitik, so wie es auch andere europäische Länder tun, zB in Skandinavien, oder in Frankreich mit Atomkraft, oder in Indien mit einem abgestuften Vorgehen. Das Problem in Deutschland ist die Klimapanik und die Klimaideologie.

22. August 2026 09:25 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Michael Söchtig Bewertung: +6.00 [6]

E-Autos sind ein gutes Beispiel.
Ich fahre Taycan. Seit Jahren. Berufsbedingt 30.000 km/Jahr. Tolles Auto. Wird aber leider eingestellt.
Ich wohne in Stuttgart. Mein Büro liegt ganz nahe beim Boschwerk. Dort bauen wir tolle Diesel-Einspritzpumpen. Auch die wurden wegen politischer Forderungen und Erwartungen quasi eingestellt. Die bauen jetzt andere.

Wenn dies der Markt regeln würde: prima. Genau mein Ansatz.
Ist aber nicht so. Dies ist das Ergebnis ideologischer Hau-Ruck Politik ohne Verstand und Weitsicht.
Wenn wir den Markt überregulieren, Wirtschaftsförderung nur noch im Kontext von Klimaschutz stattfindet und wir mit massivsten Subventionen den Markt außer Kraft setzen, dann führt das, wie alle planwirtschaftlichen Ansätze, zu Verlust an wirtschaftlicher Leistung.

Die Folgen dieser Überregulierung sehe ich vor meiner Haustüre. Es gibt keine Planungssicherheit für unsere Unternehmen mehr.

Änderungen kann man am besten aus einer führenden Position heraus initiieren. Diese haben wir verloren und verlieren durch stumpfe Ideologie weiter.



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22. August 2026 09:41 Uhr: Von Heiko Sauer an Jochen Wilhe Bewertung: +7.67 [10]

Verarmung

Bin ich arm? Wohl kaum! SR22, 7 Autos, Haus, usw.

Verschuldung

Ich habe keine Schulden! Flieger, Haus, Autos, Fabrikgebäude sind bezahlt.

Deindustrialisierung

Ich lasse mitten in Deutschland Fertigen: Sägen, Stanzen, Biegen, Schweißen, Montieren.

Hohe Energiepreise

Wie oben schon geschrieben, bei mir kostet der Ideologie-Strom max. 5 ct/kWh an der Steckdose

Hohe Arbeitskosten

Ich lasse viele Arbeitsschritte sogar von Hand erledigen, weil es häufig effektiver und günstiger ist, als von automatisierten Maschinen

Rekord-Arbeitslosenzahlen

Ich bekomme heute auf Stellenausschreibungen vielleicht 5 Bewerber; vor 15 Jahren waren das eher 50!

Mercedes baut jetzt sein Automobilwerk für über eine Milliarde Euro in Ungarn. Danke !

In dem Ungarn, dass jetzt im August wegen des niedrigen Donaupegels sein Atomkraftwerk Paks fast vollständig heruntergefahren hat und damit knapp 45% seiner Stromkapazität verloren hat? Danke, echt wegweisende Entscheidung aus Stuttgart!

Dieses unreflektierte Gelaber geht mir echt auf die Nüsse. Ich habe auch von genug Themes keine Ahnung, aber da bin ich halt einfach mal ruhig und höre Leuten zu, die etwas davon verstehen. Ist aber natürlich viel einfacher, irgendeinen Quatsch nachzuplappern, der das eigene Fehlverhalten schön redet.

22. August 2026 09:58 Uhr: Von Manni Fold an Alexander Patt Bewertung: +3.00 [3]

Das ist kein Fatalismua. Das ist Rechtfertigung für eigenes Tun, z.B. mit dem eigenen Jet nach Mallorca für Wochenende. Positiv: Wie lesen hier Beiträge von Menschen mit Gewissen. Gerne erinnere ich mich an die Führung am Burg Feuerstein Observatorium letzte Woche. Der hochbetagte Referent, Astrophysiker, warnte eindringlich vorm Klimawandel. "...aber die Vulkane! Die Vulkane.." piepste einer scheu verlegen aus dem Publikum.

@Heiko Ehrlicher Beitrag, vergiss aber nicht du zählst zu einem halbem Prozent der Bevölkerung Deutschlands. Für die meisten Beiträge hier gilt: Jeder dünner das Wissen desto resoluter die Meinung. Der Dumme ist sich sicher, der wissend Kluge voller Zweifel.

22. August 2026 10:30 Uhr: Von Heiko Sauer an Manni Fold Bewertung: +5.00 [5]

Ja, ich weiß. Man darf sich nicht selbst belügen seinem Lebenswandel; auch ich nicht. Jede Stunde in der Luft haue ich 50 Liter Avgas durch den Auspuff. Das wird auch durch die 300 kWh PV-Anlage auf meiner Halle nicht weniger. Ich probiere das aber so gut als möglich mit meinen Möglichkeiten zu kompensieren: Elektrisch fahren und mit eigenem Solarstrom laden, Heizen in der Firma mit Holzabfällen (Spessart!), Zuhause Pellets & Solarthermie, sehr wenig Fleisch essen, usw. Wenn man will, geht sehr viel und es kostet quasi nichts. Macht vielleicht ein bisschen Arbeit, aber hinterlässt ein gutes Gefühl, so wie die Hackschnitzel-Heizung. Hohe Gaspreise wegen Ingos Freund? Da lach' ich mal müde! (Sorry Ingo, aber ein bisschen Sarkasmus wollte ich auch noch loswerden. Fühle Dich bitte nicht getriggert, darauf einzugehen. Danke!)

22. August 2026 11:23 Uhr: Von Sven Walter an Heiko Sauer Bewertung: +8.00 [8]

Andreas hat in einem Punkte schlicht recht – bei 3% des aktuellen Ausstoßes an Treibhausgasen sollte man seine Rolle sicher nicht überbetonen, ideologisieren, und mit Moralin aufladen; das sorgt nur für Reaktanz.

Sinnvoller ist es, so nüchtern da ran zu gehen wie bei der Frage, wie man als Mittelständler seine Gabelstapler elektrisch, per Ottokraftstoff oder wie auch immer anzutreiben. Oder als ÖPNV-Betreiber, welche Antriebsart die Busse haben. Oder wo man einen Flughafen direkt über die Bahnlinie baut, damit sowohl die Reinigungskräfte, der überregionale Verkehr und auch die PAXe geräuschlos ohne Verkehrschaos und überteuerte Parkplätze von A nach B und zurück nach A kommen.

Volkswirtschaftlich wollen wir alle sicherlich nicht, dass unsere Weltmarktführer im Bereich PKW wie auch die Zulieferer wie Bosch irgendwann den Weg von Nokia, RIM, Kodak, Quelle oder Borgwart (Borgward?) gehen. Wenn die aber nur auf die Quartalszahlen gucken, und nicht merken, wenn iPhone, digitale Photographie, Amazon oder eine neue, bessere Antriebsart vorbeikommt, kann man als öffentliche Hand schonmal den Weg zum besseren öffnen. Schnörkellos und ideologiefrei.

Wenn die Schweiz Speicherwasser hat ohne Ende, und vom faschistischen Italien und Deutschland eingeschlossen ist, ergibt Autarkie extrem viel Sinn. Dann elektrifiziert man das komplette Bahnnetz, wenn man keine eigenen Kohlevorkommen hat. Und heizt das Rathaus von Zürich seit den 30er Jahren mit einer größeren Wärmepumpe.

Die größte Meereswärmepumpe der Welt baut übrigens die Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg: MAN. Schafft Jobs in Bayern, verringert die Abhängigkeit von Putler, Scheichs, Trumpster etc.

Wenn man als Dänemark merkt, hoppla, es ist 1973 und die OPEC würgt unsere Volkswirtschaft ab, dann nutzt man halt Wind und Biomasse, und baut Konnektoren nach Schweden, erleichtert den Radverkehr in Unistädten und Kopenhagen, UND bohrt in der Nordsee nach Gas & Öl, um sich Rezessionen zu sparen.

Wenn Uruguay merkt, dass sie verdammt viel Wind und passabel Wasserkraft haben, um sich den Import fossiler Energie zu sparen, dann machen sie einen Physikprofessor zum Energieminister und lösen das binnen 8 – 15 Jahren. Arbeiten mit dem, was man hat.

Klar ist Erdgas besser als das Stadtgas, was wir früher hatten. Ist aber endlich, auch in der Nordsee. Oder kommt aus der Sowjetunion bzw. später Russland. Buyer beware.

Bergschäden im Ruhrpott zu subventionieren, um Kohleflöze in bis zu einem Kilometer tief zu fördern, ist beknackt (danke, SPD). Dann besser das vorhandene Kraftwerk nutzen und die Kraftwerkskohle auf dem Weltmarkt kaufen. Machen wir jetzt ja auch, aber Jahrzehnte zu spät.

Wenn man 50 Jahre später mit besser isolierten Gebäuden immer weniger davon braucht, kann man die Puffer immer noch außerhalb der Zeiten des Rheintiefwassers kaufen, und die Kohle liegt dann halt ein paar Monate auf Halde. Man braucht aber nur noch einen Bruchteil von früher, wenn Wind, Sonne, Biomasse und Geothermie das Gros abdecken.

Werden die manchmal drei Güterzüge Kraftwerkskohle pro Tag eingespart, und kommt daher andere Fracht von der Straße auf die Schiene, freut das auch den Dieselfahrer mit Boscheinspritzerspitzentechnologie, weil die rechte Spur frei wird. Die Fahrbahn und auch die Autobahnbrücken seltener saniert werden müssen etc.

Ja, wir sind selbst schuld, wenn wir bei 95% Quote des Öl- und 91% des Erdgasimports ideologisieren, statt konstant geräuschlos das Risiko immer mehr zu minimieren. Und das komplett unabhängig vom extrem gefährlichen Klimawandel. Von A nach B fahren, Haus und Dusche warm, Strom verlässlich dezentral hergestellt, abgepuffert durch Biogas aus Restmasse ist volkswirtschaftlich wie energetisch ist nun mal ein langfristig extrem sinnvolles Wirtschaften und Handeln. Tief hängende Früchte zuerst, Lobbyisten mit der Rationalität der Physik zum Verstummen bringen, und die letzten schwersten 10% des Weges kann man immer noch kompensieren oder wirklich schwere und teurere Wege gehen.

Wir hatten die Ölkrisen 1973 und 1979/ 80. Und überweisen je nach Jahr 60 – 140 mia EUR ans Ausland für den Import fossiler Energieträger. Das war noch nie clever, wenn man was Besseres und preislich vergleichbares hat. Dann soll es gerne Varta statt CATL sein (ein spannendes Thema für sich, wenn man sich anguckt, wie BMW an seine ersten Batterien für BEV kam…), Bosch und Daimler statt BYD und Xiaomi, Otto und Quelle statt Amazon, Lidl statt AWS und Oracle usw.

Und langfristig hätte ich auch länger lieber eine Rohstoffagentur mit pensionierten Geologen mit gleicher Unabhängigkeit wie die Bundesbank, die 80% der dt. Goldvorräte in andere Rohstoffe investiert und im Hintergrund für extreme Risiken puffert. Ob das dann Neodym, Titan oder Platin ist, ist mir wumpe, solange das wirklich kompetente unabhängige pensionierte Profs entscheiden. Was soll Gold in NY und Fort Knox, nachdem der Kalte Krieg gewonnen wurde? Chips für Autos kann auch Infineon herstellen.

Wenn Trump, Xi und Putler oder die Mullahs ausrasten, ist es allemal sinnvoller, dass unsere Premiumhersteller fast unterbrechungsfrei produzieren könnten oder können, und der Strom für 15.000+ km pro Jahr vom Firmenparkplatz, aus Ostfriesland oder einem Laufkraftwerk in Rheinfelden stammt, als von Kleptokraten aus Zentralasien, Venezuela, Texas oder dem Persischen Golf.

Treibhausgase? Ja, kann man sich auch anschauen. Technik und Unabhängigkeit finde ich für unsere Volkswirtschaft und unseren Wohlstand deutlich reizvoller. Kann man auch deutlich besser als Produkte exportieren, wenn schon heute über 90% des weltweiten Zubaus an Energie in EE gehen. Mit ein paar Hundert Maybachs und ein paar Tausend S-Klassen, die man in 15 Jahren noch absetzen kann, rettet man unseren Wohlstand nicht, wenn andere leisere, günstigere, zuhause oder dem Firmenparkplatz betankte Edelstromspeicher mit vier Rädern bauen. Fast alle bekloppten Postautos hätten schon in den 80ern mit Blei- oder Nickel-Cadmium-Akkus betrieben werden können mit weniger Abgasen, Export von D-Mark in die OPEC-Staaten etc.

AKWs hätte man 1991 umstellen können auf Wasserstoffproduktion, damit wir den Dünger daheim klimaneutral und lieferkettensicher herstellen können. Leverkusen, Ludwigshafen und boarisches Chemiedreieck verbrauchen so 80 TWh pro Jahr, aus dem Kopf. Und wir hatten dank der Wiedervereinigung massive Überkapazitäten im Kraftwerkspark, es war also klar, dass nach und nach ein Rückbau erfolgen würde. Oder halt Umbau, wenn man was Besseres hat. Besser Enercon als Goldwind, besser MAN und Siemens als GE.

Letzter Gedanke: Wir haben zwölf Raffinerien in der BRD. Wir sehen gerade in Russland, wie die Dinger kaum zu verteidigen sind im Ernstfall. 30.000 – 70.000 WKAs, tausende Firmenparkplätze und Millionen von Dächern mit Wechselrichtern aus heimischer Produktion kann man nicht sinnvoll ausschalten durch Sabotage oder Luftangriffe. Und wie wir gerade den knapp gescheiterten Drohnenangriff auf die Antonow 1zwo4 in Leipzig gesehen haben, haben wir feindliche Mächte im Lande, die bereit sind, Sabotage und Terrorangriffe durchzuführen. Dann lieber ID.3 bis ID.7 als Golf bis Passat. Nimmt komplette Angriffsvektoren, die Luft wird besser, die Produkte wird man auch noch in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten los, Hormus, Bab el Mandeb, Noworossisk und Pipelineangriffe (den Sprengstofffund in RLP haben die meisten sicherlich schon vergessen, gell?) werden immer weniger bedrohlich.

Krisensicher und investieren in die eigene Volkswirtschaft und Zukunft geht anders.

22. August 2026 14:53 Uhr: Von Sven Walter an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]

Moinsen,

zu deinem Beitrag von 1.31 h - wenn man schonmal über gut gemachte Propaganda stolpert, kann man sie auch weiterleiten...

Things are going great in Denmark. Really great! The Danish economy is charging ahead in the fast lane, driven by explosive growth in the first half of 2026, record-high employment, and a massive budget surplus.
It’s not luck. It’s raw, deliberate, and calculated soft power.
While other countries just talk about the green transition, Denmark has turned the wind into cold, hard cash. Danish wind turbine manufacturing and energy exports are raking it in. The offshore wind farms in the North Sea are Denmark’s new oil fields-just greener and way better for business.
Denmark ripped off the Band-Aid and went all-in on phasing out fossil fuels. The power grid is among the most reliable on the planet, district heating is electrifying at lightning speed, and the EV boom is smashing records month after month.
EVs now make up 90% of all new car sales—charged overnight when electricity is dirt cheap thanks to surplus production.
We’re using energy smarter, cleaner, and cheaper. What’s not to like?
The Danish economy has proven that you can easily combine world-leading climate ambitions and high taxes with hard-nosed capitalist growth.
The wind is blowing, the turbines are spinning, and the cash is rolling in
Decades of uncompromising focus on free, universal healthcare haven't just protected public health—they’ve built the world’s most effective testing ground for life sciences.
Denmark’s seamless health data registries and integrated clinical research paved the way for an outright pharmaceutical miracle, where Novo Nordisk and global blockbusters like Wegovy and Ozempic have sent Danish GDP into the stratosphere.
Alongside heavyweights like Genmab in cancer therapy, Lundbeck in brain disorders, and LEO Pharma in medical dermatology, the industry has transformed taxpayer-funded welfare into a powerhouse export engine.
Universal healthcare isn’t an expense in Denmark—it’s an economic growth engine raking in billions for the national treasury.
Checkmate!

Unser deutsches wirtschaftliche Wassertreten hat ganz viele Ursachen, Väter und Mutter (bewusst Singular...). Hü-Hott bei der Energiepolitik ist da nur ein kleinerer Baustein. Aber in der Tat ein sehr bezeichnender: Inkompetente Presse und kaum direkte Demokratie erlauben dann keine Korrektive für andauerndes Mittelmaß. Ich kenne fast kein einziges Feld, wo D gegenüber CH und DK außer Größe einen einzigen gesellschaftlichen oder politischen Vorteil hat. Größe und Skaleneffekte, ja, teilweise. Aber die irren sich geräuschloser nach oben mit deutlich mehr kumulierten Effekten.

Nochmals, du legst in vielen Punkten den Finger auf die richtige, offene, eiternde Wunde, aber die Lösungen finden sich häufig direkt im Nachbarland, wo wir gnadenlos kopieren könnten, wenn wir schon nicht selbst drauf kommen, zeitig.

22. August 2026 15:09 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Sven Walter Bewertung: +1.00 [3]

ja sven....äääh...du meintest blockwart?

warte nur...bis die obergrünklimaforscher unsere gaskessel angreifen, um uns gefügig zu machen...

der anfang ist ja schon gemacht, mit der beweislastumkehr...warte nur, wenn du nachweisen mußt, daß du deinen cj rechtmäßig erworben hast und deine rolex links von mutter geschenkt und breitling rechts vom großvater bekommen hast...wir sind voll auf der rutsche vom rechtsstaat in den unrechtsstaat - dank dem knallfrosch von der antifa....möge sein bauch platze! (lt sinueh der ägypter...)

wir sind mittlerweile da angekommen, wo uns meine politischen gegner seit 1980 hin haben wollten: im kommunismus haben die kriminiellen in der regierung das volk ausgeraubt und dann kriminialisiert, als es nix mehr gab...so wird es bei uns auch laufen. der ganze umweltschutzgedanke wird jetzt ausgenutzt, um den bürger zu verarmen, mit co2-steuer, steuer auf steuer, sonderabgaben...es kommt bestimmt noch die kriegs-co2-steuer, weil wir in der UKR rumballen, und das muß ja on top noch kompensiert werden...

der umweltschutz fängt im kleinen an...auf wiesen achten, bäche und kleine flüsse nicht überdüngen...wälder pflegen, klar - kohlekraftwerke entschwefeln, so kann man die schulkinder auch erziehen, daß das später funktioniert.

@heiko: du hast glück - mit deiner firma - die du selbst geschaffen hast - ich wünsch dir ewigen bestand. um nicht friedrich schiller zu zitieren...

Er stand auf seines Daches zinnen

und schaute mit vergnügten sinnen

auf die geschaffne firma hin

dies alles ist mir untertänig

begann er zu dem grünen pöbel

gestehe daß ich glücklich bin

und eh der unternehmer noch geendet

da stellt sich - von berlin gesendet

ein bote dem unternehmer dar

"lass CEO" - der grünen steuer düfte steigen

Und mit des hohen umweltsteuerbescheides

bekränze dir dein verbliebenes haar

die umweltsteuern sind mittlerweile klammheimlich wie bei mietern, die 2te miete geworden.

..mal sehen was der bote aus berlin nächste woche bringt...

insha allah---> seid für den frieden gerüstet - denn der innere krieg in deutschland "regierung gegen das volk" wird für beide seiten nicht gut enden!

22. August 2026 17:47 Uhr: Von Jochen Wilhe an Heiko Sauer
Beitrag vom Autor gelöscht
22. August 2026 18:03 Uhr: Von Sven Walter an Jochen Wilhe

Bloß ist es komplett wumpe, ob du Kohlenhändler am Stadtrand von Leipzig oder Hamm bist, oder Befestigungen für PV entwickelst, baust oder installierst: Es gibt Konkurrenz, einen Weltmarkt, Lieferketten, technischne Fortschritt und keiner von uns mag auf Strom verzichten. Und über 90% der Investitionen gehen in EE, weltweit. Garantiert mehr in tiefen Breitengraden als in Kiruna oder Barrow, Alaska. Das sind Physik, Geographie, Meteorologie, der Stand der Technik und gesunder Pragmatismus.

Man kann während der Erfindung des Fließbandes für den Ford T noch der Kutschenfabrik Landauer für seine zwei PS die Treue halten oder gucken, ob Mercedes, Ford oder Adam Opel die Zukunft dominieren.

Aber mit Ideologie zu argumentieren ist, sorry, hirnamputiert. Es sind eben nicht alle anderen Geisterfahrer, sondern es gibt Stromgestehungskosten, wo Märkte ganz kühl und rational massiv investieren. Trump mag RWE et al für Milliarden Offshorewindkraftparks NICHT bauen lassen, doch im Kernland seiner Wählerschaft, Texas, wird wie wild PV und Wind ausgebaut. Warum? Ist günstiger. Und das Gas & Öl lässt sich international immer noch gut vertickern. #

Wovon lebt denn Jochen Wilhe?

22. August 2026 18:18 Uhr: Von Heiko Sauer an Jochen Wilhe
Beitrag vom Autor gelöscht
23. August 2026 09:26 Uhr: Von M. St. an Sven Walter

Aber mit Ideologie zu argumentieren ist, sorry, hirnamputiert.

Eigentlich ist es noch schlimmer. Dieser Ideologiebegriff, der zB gegen angeblich linksgrün Versifftes in Anschlag gebracht wird, geht implizt davon aus, dass diejenige Person die diesen Begiff verwendet, ideologiefrei sei. Dh dass dieses Denken ein natürliches ist, das einfach so da ist. Ex nihilo sozusagen. Menschliches Denken ist aber nie einfach so da, sondern immer schon geprägt von einer jeweiligen Kultur. Das Gefährliche an einem Denken das einen Ideoligiebegriff verwendet der von sich als natürlich und einfach so da ausgeht, ist, dass es für sich, auf Grund seiner quasi Gottgegebenheit, einen universalen Anspruch erhebt. Damit ist das was ein demokratisches System ausmacht, der freie Austausch der Meinungen, die Notwendigkeit des guten Argumentes – kurz: die Delibertion – ausser Kraft gesetzt. Dieser Ideologiebegriff beinhaltet also für sich den Anspruch allein und als einziger Recht zu haben. Es ist Diktatur.

23. August 2026 10:52 Uhr: Von ingo fuhrmeister an M. St. Bewertung: +2.00 [4]

Gut geschrieben...herr ms-stasi...deswegen reden diese von dir angesprochenen farben ja auch von...."unserer demokratie" - die dann in einer diktatur endet...mit abschaffung der wahlen..mit gleicher kleidung f alle...keine autos...immer schönes wetter...und jeden morgen um 8 muß jeder den großdemokratischen rindfunk hören...erster satz: wir schaffen das...letzter satz: wir schaffen das...dann beweislastumkehr...mit hurra in den unrechtsstaat...sorry...verbrecherstaat...wie es die ddr war...und von der sippe hatten wir eine regierungscheffin...sammt gefolge...du siehst ja, was los ist...lauter bedauerliche einzelfälle...

Woher kommt der satz: wo unrecht zu recht wird....

23. August 2026 11:37 Uhr: Von Sven Walter an M. St. Bewertung: +1.00 [1]

Philosophisch gesehen alles richtig.

Ich würde mich nicht daran stören, dass politische Strömungen und Parteien aufgrund gewisser Lebenserfahrungen, Ideale oder Erziehungen auf gewisse SOPs verfallen, wenn sich neue Herausforderungen zeigen. Bei abgerissenem Flügel würden die meisten von uns nicht mehr Schub geben, aber der israelische F-15 in den 80ern nach dem Midair mit einer Skyhawk hat dies die Steuerungsfähigkeit zurückgegeben. Mit anschließender Landung mit fast nur einer Tragfläche, statt Ausstieg per Schleudersitz.

Was ich konstant intellektuell beleidigend empfinde, bei jeder Partei, ist, wenn sie auch ihren Blödsinn mit Verve noch Jahre später verteidigen:

Die Union hat keine Wirtschaftskompetenz und war vor dem Erscheinen der AgD die korrupteste Partei Deutschlands. Natürlich hat sie einen unfassbar wichtigen Giganten wie Adenauer, den man gar nicht genug lobpreisen kann, und ein paar starke Pro-Europäer gehabt, die auch im richtigen Moment mal historisch Wichtiges bewegt haben. Aber wer 16 Jahre Kohl und Merkel verteidigt, leugnet massive Ausführungsdefizite beim Regieren im Alltag, gerade auch über den Tag hinaus. Reiner Mehltau.

FDP - von 1969 bis heute nur rund einundzwanzig Jahre nicht mit am Ruder gewesen, und fast nix gegen Bürokratiewucherungen gemacht. Auch da, Korruption und wenig Kenntnis von Technik und Naturwissenschaften. Viel Rhetorik, wenig Substanz.

Grün? Migrationspolitik (dass sie von Melnyk, eigentlich eine Übelkrähe, für die Verteidigung der Freiheit mit Waffen beste Partei aus Sicht der Ukraine sind, und das mit Abstand beste Zeugnis bekommen, kann man sofort unterschreiben, wenn man sich die Details anschaut; Spitzengespräch mit Markus Feldenkirch vom Spiegel vor ein paar Wochen. Aber bei manchem hängen die Vorurteile länger im Kopf fest, was den Pazifistenhaufen der ersten Jahrzehnte anbelangt. Pro Intervention im Kosovo waren sie aber schon 1999).

SPD, gerade der linke Flügel: Steinkohle, Verwaltungsineffizienz, Erhaltungssubventionen statt konsequentes Wirtschaftswachstum. Seit 1998 nur 4 Jahre nicht mit in der Regierung. Da kann man sich bei Misserfolgen kaum wegducken.

Die Linke: Wer die nach dem Realsozialismus noch wählen kann, macht mich fassungslos. BSW das Gleiche mit bräunlichem Anstrich. Und jetzt muss man sich sogar freuen, dass die innerhalb der Brombeerkoalition die AgD raushalten. Einfach nur krass, unsere Zeiten.

AfD: Jeder Beitrag überflüssig.

Kanada hat noch ewig lange gegen die Verbannung von Asbest gekämpft, obwohl die Risiken lange bekannt war. Ja sorry, nur weil ihr es fördert und exportiert, sollte man die Realität nicht verleugnen. Das Bessere ist der Feind des Guten.

Wir brauchen mehr Dänemark und Schweiz. Und viel kompetetenteren Journalismus.

23. August 2026 12:15 Uhr: Von ingo fuhrmeister an Sven Walter

bitte sven...was soll besserer journalismus ändern? die haben auch ihre influenzer...wenn du das so und so schreibts..dann...

23. August 2026 13:23 Uhr: Von Sven Walter an ingo fuhrmeister

Wenn du dir die Kommentarsektionen der Welt heutzutage und ein paar der Teilnehmer im Forum hier so anguckst, erklärt sich das von alleine.

Kant, Aufklärung, selbstverschuldet, weißte schon, gell?


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