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Ich gebe zu, ich bin da etwas befangen. Ein naher Verwandter hat Wohn- und Arbeitplatz in etwa 100km Entfernung, und das seit 25 Jahren und obwohl er nicht gerade gut verdient. Ich verstehe seine Gründe aber, ich denke die Alternative wäre eine zerfallende Familie gewesen... | ||||||
Oder ein Umzug. Der ganzen Familie. Gegen dessen Abzugsfähigkeit hab ich auch gar nix. | ||||||
Manchmal geht das aber nicht so einfach. Das ist doch nicht schwer zu verstehen und auch nachvollziebar. | ||||||
Es kommt aus unser aller Steueraufkommen. Warum sollte ich jemand anderes quersubventionieren, um unsere Landschaft stärker zu zersiedeln, unsere Abhängigkeit vom Import fossiler Brennstoffe zu erhöhen, unsere Marktwirtschaft aushöhlen, bürokratische Transaktionskosten in der Steuererklärung zu erhöhen und dadurch unsere Zukunftsfähigkeit zu mindern? Fahrten für die wirtschaftliche Tätigkeit sind selbstverständlich abzugsfähig. Aber wo jemand wohnt, ist seine private Entscheidung. Mehr Stau, mehr Unfälle ,mehr Stress, gibt genug Studien, die dies belegen. Du kannst pendeln, so weit du willst, wie jedermann mag. Aber nicht unter steuerlicher Geltendmachung. | ||||||
Sven, es gibt Familien mit zwei Ernährern... | ||||||
mal eine Frage in den Raum: "Alle" reden vom Ausflaggen der Lizenzen, wenige machen es.
Hat irgendjemand schon mal eine vergleichende Aufstellung gemacht oder gesehen, welche EASA-Länder welche Vor- und Nachteile haben bzgl. Lizenz-Haltung dort? Einfaches Beispiel: es gibt EASA-Länder für die ist es ok, wenn ein deutscher FI ohne weitere Rechte des (anderen) Landes zB SEP order IR verlängert. Andere bestehen darauf, daß es eigene FI sein müssen oder diese quasi extra anerkannt sind. Kosten der Lizenzhaltung oder Erneuerung (wenn Lappen voll) sind durchaus unterschiedlich. usw. schönen Sonntag abend. Yogi | ||||||
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Ich fahre mehr als 100km jeden Tag zur Arbeit (mit dem Zug). Meine Frau hat aber keinen weiten Weg. Soll ich jetzt stempeln gehen, weil du Angst hast, dass ich dir was wegnehme? Die Welt ist selten so eindimensional, wie du sie gerne darstellen willst | ||||||
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Im Regal hier neben mir steht noch mein altes Steuerrechtslehrbuch, der Birk, da steht gleich vorne mit drin: “Wer im Steuerrecht nur Gerechtigkeit will, wird sie vollkommen verfehlen”.
@ Chris: Ja weiß ich, hab die Fälle damals vorm BVerfG durchaus alle gelesen. Und daher bin ich als überzeugter Marktwirtschaftler weiterhin der Meinung, wenn es der Chef dir nicht zahlt, muss es der Steuerzahler auch nicht. Denn für die Fälle kann ich dir genug Führungskräfte nennen, die lieber den Ausblick haben wollem, Lehrer, die ihre Schülerinnen und Schüler nicht beim Einkaufen sehen wollen und daher in den Nachbarort ziehen usw. Das ist aber alles private Entscheidungen. Dass ein Doppelgehalt heute normal ist und oft bis meist unverzichtbar, absolut einverstanden. Aber die Quersubvention durch andere ist das Problem.
Beispiel: Wir fördern Backsteinghettos, auf dem Land ist die Luft reiner, man hat mehr Parkplatz und so weiter, also massive Vorteile. Wieso sollen das die Stadtbewohner subventionieren, die keine Parkplätze haben, den Pendlerverkehr ausbaden müssen, sich keinen Garten leisten können etc.? Warum? Es sind Privatentscheidungen.
@JBeck: Danke, sowas wollte ich auch schonmal anschieben. Wäre auch für die Transparenz insgesamt ganz gut, wenn man den Behörden mitteilen kann, wie unverschämt sie teilweise hinlangen.
@ Chris B.K.: Muss sich für euch so rechnen, wie ihr euch das einrichtet. Was die Anerkennung von Lehrerabschlüssen angeht rennst du übrigens bei mir nur offene Türen ein. Aber die Bezahlung deiner Frau und ihres Jobs hat mit meinem Einkommen nix zu tun. Auch nicht mit deinem. Warum sollte da was abgezogen werden? Warum sollen andere das subventionieren? Warum? Ob du Eisverkäufer, Berufsschullehrer, Physikprofessor oder Fluglotse bist, kann mir vollkommen wumpe sein, solange du damit zufrieden bist. Aber warum sollst du einen Steuerrabatt bekommen? Mit Artikel 6 kannst du alles begründen, auch Privathubschrauberflüge zu sterbenden Angehörigen. Wo ist die Grenze? Solange es dir zugute kommt? Hältst du Subventionen immer dann für gut, wenn sie dir zugute kommen? Ich helf dir sofort dabei, zwei UL-Fluggelände genehmigt zu bekommen, damit du das fliegerisch machen kannst, das halbe Jahr. Aber erwarte nicht, dass ich Fehlallokationen knapper Mittel ohne Begründung für sinnvoll erachte. Das Geld zahlt wer anders.
@ Achim Ö.: Nein, work starts at the factory gate. Als Angestellter. Fährst du als Klempner zum Kunden, sind das selbstverständlich Kosten des Auftrages. Fährt der Klempner zur Geliebten oder zu Freunden, nicht. Dabei ist Freundschaft doch so was Wichtiges!!
@ Daniel K.: Die Welt ist sogar noch simpler, wenn wir sie so simpel behandeln, wie sie sein könnte. Findest du aufgeblähte Steuerrechtskommentare, unterbesetzte Finanzverwaltungen und Ähnliches erstrebenswert? Oder nur, weil du profitierst? Wo du arbeitest, ist dein Bier. Nennt sich Vertragsfreiheit. Ist ein großer Teil unseres Wohlstandes. Das ist also keine Angst, sondern die Frage, ob du deine Bahncard aus meiner oder deiner Tasche bezahlt bekommst, oder vom Chef. Rate mal, welche Reihenfolge die bei mir haben? A) Chef b) du c) ich. Ist auch logisch, oder? Bahncard100 müsste dir dann pro Monat abgezogen werden, würdest du stattdessen lieber stempeln gehen? Das ist deine persönliche Entscheidung.
@ Chris B.K.: 1 super gerne 2 auch einverstanden, kostet aber 3 ja aber ohne Staatsfonds - wir haben keine Ölquellen. Das muss umgelegt werden 4 super gerne 5 jepp
Büschen mehr als Preußen wäre wohl zeitgemäß, aber ja, Vorbilder der Geschichte gibt’s zuhauf. | ||||||
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Es wird Zeit, dass das Wetter wieder besser wird und wir alle mehr fliegen können.... | ||||||
Da ich kein Klempner bin, gucke ich mir das einfach ökonomisch an. Selbstverständlich sind das keine Naturgesetze sondern Menschenrecht. Aber während wir uns in der Fliegerei tendenziell einig sind, dass wir überreguliert und zu bürokratisiert sind, geht das im Steuerrecht jetzt darum, ob man selbst davon profitiert? Das ist mir zu billig. Beim Handwerker zahlste was für die Anfahr tals Kunde, und er muss das voll versteuern. Dafür hat er eigenen Aufwand, den kann er abziehen. So einfach ist das. Als Arbeitnehmer hat dein Chef keinen (oder nur sehr mittelbaren) Einfluss darauf, wo du deine Freizeit verbringst, gut so. Aber warum andere Bürger für andere private Lebensentscheidungen zahlen sollten, ist nur wahltaktisch-demokratisch begründbar, nicht mit wirtschaftlicher oder finanzmathematischer Logik. Für uns alle ist es ein Nullsummenspiel, denn bei Abschaffung der Pendlerpauschale kannste sofort das steuerfreie Existenzminimum hochsetzen. Es sind also Partikularinteressen mit Tränendrüsen. Wenig marktwirtschaftlich. | ||||||
Nur mal so Ideen, woher das Geld kommen könnte:
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Jetzt habe ich eine Idee, was die Väter der ZÜP gemeint haben könnten ... Gruß - Wolfgang | ||||||
"Beim Handwerker zahlste was für die Anfahr tals Kunde" Das kommt darauf an.... wenn er mir das Dach decken soll, macht er mir ein Angebot fürs Dach decken - und ich zahl keine expliziten Fahrtkosten. Es ist mir egal, ob er dafür 3 oder 30 Anfahrten hat. Trotzdem ist jede einzelne Fahrt steuerlich zu berücksichtigen. verkaufe ich meine Arbeitskraft, ist es dem Arbeitgeber auch egal, wie weit ich anreise. Trotzdem sind die Anreisen erforderliche Kosten, um dort mein Einkommen zu erzielen. Mein Preis ist jedoch die verlorene Lebenszeit auf der Straße, der Gewinn die Lebensqualität für die Familie. | ||||||
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Was hat denn das alles noch mit der ZÜP zu tun? Der Staatsfond nach Norwegischem Vorbild ist doch nun wirklich Phantasie und die real existierenden Steuersysteme sind geschichtlich über 70 Jahre gewachsen mit dem Ziel, das eine oder andere Ziel zu erreichen. Natürlich kann man sich mal Gedanken machen, die eine oder andere Korrektur zu vollziehen. Am Ende ist die Rechnung doch ganz einfach. Wieviel soll ein Staat ausgeben (Wählerwunsch) und wo kommt das Geld dafür her (Wähleropposition). In diesem Konfliktfeld lebt jede Regierung seit Adam und Eva, wahrscheinlcih bereits davor. Nichts wirklich Neues. Politiker als Vertreter des Volkes stellen sich in ihrer Region zur Wahl und wenn dort 500 Autohändler sind, die zusammen 10.000 Arbeitsplätze anbieten, wird dieser Politiker ganz sicher Interessen vertreten, die diese 10.000 Arbeitsplätze sichern. Das ist nicht "Klientel-Politik", das ist schlicht Realität oder kann mir jemand erklären, wie man dort gewählt wird mit der Aussage "Autohandel ist doof."? Und wenn dann jemand mit einer Dienstwagen Regelung im Bundestag vorstellig wird, die Autos verkauft, wird doch jeder JA sagen, in dessen Wahlkreis 10.000 + 10.000 Ohren zuhören, ob man mit JA stimmt, damit ihre Jobs erhalten werden, damit sie ihren Urlaub 2020 buchen können? Ich gehe doch auch nicht in ein Griechisches Restaurant, wenn ich Griechisch nicht mag. Wo ist das grundlegend Neue oder der Zusammenhang zur ZÜP?
Gruß - Wolfgang | ||||||
Bürgermeister Feldmann aus Frankfurt/Main hat sich kritsch gegenüber der IAA in Frankfurt geäussert, und siehe da, die IAA wird nicht mehr in Frankfurt stattfinden. Ein Bilderbuchbeispiel, wie Klientel-Politik funktioniert bzw. dessen Mißachtung. Die IAA war für Frankfurt bestimmt ein enormer Gewerbesteuerzahler, vor allem dann, wenn man die "Nebeneffekte" wie Gastronomie oder Hotelbranche bedenkt.... | ||||||
Das hört sich zunächst paradox an. Es ergeht dann aber sofort die Frage: Wer wird mit der Aktivität positiv bedient? Das Beispiel ist insofern eventuell tricky, weil das Detail Interesse an dieser Branchenmesse ggf. kontrovers ist. Expansionswunsch kontra Expansionsmöglichkeit oder umgekehrt? Gemessen an den Gesamtinteressen der Region dürfte das Detailinteresse an dieser Messe ggf. eher eine untergeordnete Rolle spielen. Ich denke, das Grundprinzip steht wegen dieses Beispiels nicht in Frage. Gruß - Wolfgang | ||||||
Nein, falsch, ein Bürgermeister muss für das Wohl der Stadt sorgen, er ist im Prinzip der Geschäftsführer der Stadt Frankfurt. Wenn ein Geschäftsführer einer Firma einen sehr großen Kunden (und das ist die IAA) vergrault, ist er mit Sicherheit nicht mehr lange Geschäftsführer dieser Firma. Zur Erinnerung, man kann nur das Geld für die Bürger ausgeben, das man auch einnimmt. Wenn man die IAA vergrault, wird das ein schmerzlicher Verlust für die Frankfurter Gewerbesteuereinnahmen sein. Hat Feldmann ja auch später indirekt gezeigt, das sein Auftritt contra IAA falsch war (vermutlich gab es Kritik aus vielen Reihen) und bewarb sich nach allen möglichen Künsten für einen Verbleib der IAA in Frankfurt, was nicht geschah. Merke:" Erst denken, dann Reden". Wenn man jemand kritisiert, kann es gut sein, das dieser einen dann "links" (passt in diesem Fall doppelt gut) liegen lässt und sein Glück woanders versucht oder wie in diesem Fall, sein Geld woanders ausgibt. Hier ein Link dazu: https://www.journal-frankfurt.de/journal_news | ||||||
wobei es da noch weitere faktoren gibt: - wie sieht es mit der geselschaftlichen, wirtschaftlichen bedeutung "automobil" insgesamt aus? wir wissen es nicht. leztes jahr gab es zahlreiche demonstrationen, wer kommt für die kosten und sekundären auswirkugnen (staus, etc.) auf? ich kann jeden in der stadt verstehen, wenn man solche messen eher loswerden will. und btw. hat er in dieser position meine vollste unterstützung: "Das Stadtoberhaupt forderte in der Rede eine „Automobilindustrie, die sich gesetzeskonform verhält“ und die die Verantwortung für ihre Produkte nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ablade."
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ich kann jeden in der stadt verstehen, wenn man solche messen eher loswerden will. Das sind genau weitestgehend die, die aus dem großen Topf bezahlt werden: sie wollen zu oft nicht den kleinsten Pups dazu beitragen, dass diese Gelder auch irgendwie eingenommen werden müssen, von denen man gefüttert werden mag, und protestieren dann auch noch dagegen. In Mainz latschten solche / genau diese Gestalten immer umher und protestierten gegen die neue, vierte Startbahn in Frankfurt, und übersehen dabei völlig, wieviele Arbeitsplätze der Flughafen schafft bzw. durch die neue Startbahn für deren Erhalt sorgte und Weitere besorgt hat. An wenigen Tagen sogar krakelten sie im Terminal 1..... Was die IAA angeht: seit Ende des 19. Jahrhunderts, als Carl Benz, seines Zeichens Monnämer, das Auto erfand, steht die deutsche Automobilindustrie weltweit ganz vorn, in keinem anderen Land der Welt hat sie eine so grosse Bedeutung wie hier in Deutschland, jeder achte Arbeitsplatz hängt an ihr, - da verstehe ich absolut nicht, wie man diesen Schritt wagen konnte, die IAA für Frankfurt zu entsorgen. | ||||||
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