in Zeit Online(!!) lässt sich das gesamte Elend einer von den Grünen vollkommen verkorksten Energiewende nachlesen:
"Allein mit Solar- und Windenergie lässt sich der Bedarf nicht decken. Denn gleichzeitig wird der Stromverbrauch wegen mehr Elektroautos und mehr Wärmepumpen steigen." - so einen Blödsinn hätte Frau Pinzler bei der Zeit auch nicht verfasst... Das ist Ersatzpufferung, nicht Dauerbetrieb; genau das, was Spitzenlastkraftwerke bei uns seit Jahrzehnten leisten. Mit Gas. Muss sein, wenn man nicht massiv Wasserspeicher hat. Und nein, das haben nicht die Grünen verkorkst.
Zusammenfassung:
es soll in den nächsten Jahren 50 Gaskraftwerke gebaut werden, um aus der Kohle auszusteigen. Genehmigt sind offenbar noch keine/wenige (wenn überhaupt) und eigentlich weiß niemand, wer, wie, wann, was, wo. Ein einziges "hätte, wäre, könnte". Und so passt es zu dieser total verblendeten Partei, erstmal alles abzuschalten und sich dann Gedanken zu machen, wie man den Ersatz hochzieht. Es ist zum Verzweifeln.
Nein, da wird sinnvoll im Netz geplant, lange genug vorher, und dass es nötig ist, ist auch seit Jahrzehnten bekannt. Das ist Technik, nicht Ideologie.
Ach, und dann frage ich mich, ob die Gaskraftwerke eigentlich so ganz ohne Rohstoffe gebaut werden, von wegen CO2 Abdruck und so. Aber das sind nur störende Details...
In der Tat ein absolutes Detail. Kein Mensch sagt, dass die Energiewende ohne Rohstoffe geht. Dafür werden danach indes keine fossilen Rohstoffe mehr einmalig verbrannt. Die Gaskraftwerke können hingegen noch jahrzehntelang mit gesicherter Leistung puffern. Guck mal nach, wie alt die Triebwerke an den AWACS sind ;-).
Daher ja, der Vorzug des Kohleausstiegs macht das Ganze sehr ambitioniert. Zeigt aber auch, was vorher wie lange verschlafen wurde. Die Kraftwerke kann man ja mit H2 (und, ich ergänze, auch mit Biogas...) betreiben. Und je weniger sie puffern müssen, weil EE ausgebaut werden, desto weniger verbrauchen sie.