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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Alle Beiträge von: Dietrichb H. Bauer [dhb]




IFR & ATC | Beitrag zu Es geht wieder los - Neue Aschewolke von Süden EDMM CLSD
10. Mai 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Florian Guthardt
Flugbericht von gestern Sonntag:

Flugplan von LDDU (Dubrovnik) nach LFLB (Chambéry) IFR in FL200 durch CMFU bestätigt. Beim run-up kam der Tower mit der Neuigkeit, daß der FPL suspendiert sei. Triebwerk aus, zurück zu AIS, dort erfahren, daß ganz Norditalien wegen Asche geschlossen sei. Ein neuer VFR-FPL wurde aber angenommen und 10 min. später waren wir in der Luft bei strahlend blauem Himmel mit Sicht über den Horizont hinaus. Über Italien waren wir ziemlich einsam unterwegs, von einigen Schulflugzeugen tief unten abgesehen. Wo die Asche herkommen sollte bei 40+ kts SW-Wind blieb dabei ein Rätsel. Und in den Westalpen regnete es dann eh'.

Das System ist offensichtlich nicht lernfähig. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die Blamage der Bürokraten – das große EU-Aschefestival
23. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Carmine Bevilacqua
Vielen Dank für das link zum Wall Street Journal.

Man kann es drehen, wie man will, aber da haben die Amerikaner die Europäer wieder einmal ganz schön vorgeführt. Einmal, was die pragmatische Handhabung der Situation angeht, und zum anderen, was seriösen Journalismus anbetrifft. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die Blamage der Bürokraten – das große EU-Aschefestival
21. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an RotorHead
Endlich Klartext. Ähnliches schreibe ich schon seit 4 Tagen. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die Blamage der Bürokraten – das große EU-Aschefestival
21. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jan Brill
Die spinnen, die Römer! Nein, am Römer! [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu An unsere Pressekollegen: Fragen und Antworten zum Sichtflug und zur Aschewolke
21. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jan Brill
Lieber Herr Brill,
nachdem sich der erste Aschestaub und die damit verbundene Aufregung legt, kommt mir eine komische Frage: Ist die CFMU überhaupt rechtlich befugt, den Luftraum großräumig zu sperren wegen eines durch nichts bewiesenen Risikos?

Ich habe in meinen 46 Jahren und 10'000 Flugstunden die Flugsicherung, CFMU eingeschlossen, immer als notwendiges Instrument zur Verhinderung von Kollisionen in der Luft und am (kontrollierten) Boden begriffen, darüber hinaus als Informationsquelle (NOTAM, SIGMET) und Beratungsdienst (INFO), aber nicht als Herr meiner generellen Bewegungsfreiheit.

Nun scheine ich da falsch zu liegen. Oder hat da jemand seine Befugnisse grob überzogen, wie das heute schon so oft bei Behörden zu beobachten ist?

Von Seite der Airlines ist es merkwürdig still zu diesem Punkt, obwohl dies der Ansatzpunkt zu Schadenersatzforderungen sein könnte. Ist zwar nicht mein Bier, aber ich kann nicht umhin, die Szene zu beobachten. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu An unsere Pressekollegen: Fragen und Antworten zum Sichtflug und zur Aschewolke
20. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jan Brill
Man könnte noch anfügen:

8. In anderen Gegenden der Welt lebt die Luftfahrt seit Anbeginn mit dem sehr häufigen Risiko von Vulkanausbrüchen und hat sich in ihren Verfahren darauf eingestellt. Noch nie gab es jedoch so umfassende Verbotszonen wie jetzt in Mitteleuropa wegen eines vergleichsweise milden und weitabgelegenen Vulkanausbruchs. Es gibt jedoch Erfahrung, die man sich hätte zunutze machen können.

9. Auch Sandstürme über den Wüsten bergen erhebliche Staubmassen, bei denen es sich ebenfalls überwiegend um Siliziumpartikel handelt. Niemand hat jedoch bisher z.B. den Luftraum über der Sahara für den Flugbetrieb gesperrt. Es mag sogar zahlreiche Luftreisende geben, die ihre Reise mit einem lokalen Flug unter derartigen Bedingungen (Sandstürme sind besonders häufig im Frühjahr) begonnen haben, um nun bei blauem und blankem Himmel irgendwo seit Tagen festzusitzen. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die Blamage der Bürokraten – das große EU-Aschefestival
20. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Gerhard Uhlhorn
Kurzantwort:
1) nach Geruch fliegen geht, weiß ich aus eigener Erfahrung.

2) das mit der Verglasung der Turbinenschaufeln läßt die Frage offen, ob dies zum akuten Ausfall führen kann, oder ob es nur ein Verschleißproblem ist, das schlicht die Nutzungsdauer verkürzt. In anderen Erdteilen wird unter schlimmeren Umständen mit Turbinen-Hubschraubern fröhlich geflogen, bis die T-Blätter nur mehr Stummel sind, es scheint daher eher letzteres zuzutreffen. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Die Blamage der Bürokraten – das große EU-Aschefestival
20. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jan Brill
Lieber Herr Brill, ich will mich nicht wiederholen und verweise auf meinen Beitrag zu "D gehört den VFR-Fliegern".

Nur noch kurz folgendes: wenn man VFR-Nachtflüge zuläßt, dann kann man auch IFR fliegen, denn nachts sieht man eventuelle Aschewolken nicht, um ihnen auszuweichen. Im übrigen waren und sind die Randbedingungen seit Donnerstag ideal für eine flexible Lösung, denn oberhalb der bodennahen Dunstschicht herrscht(e) VMC im fraglichen Gebiet. Und einer Wettererscheinung auszuweichen, das können alle Piloten. Denken sie nur an Gewitterlagen, wenn jeder den CBs ausweicht und die Flugsicherung das freundlich mitmacht.

Im übrigen: Gib' einem Trottel Macht und er richtet die Welt zugrunde! [Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Deutschland gehört den VFR-Fliegern
20. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Kai Schmitz
Wenn nicht IFR geflogen werden darf (warum?), dann kann man ja den gesamten Luftraum auch oberhalb EDR9 für VFR öffnen. Außerdem ist es unlogisch, VFR-Nachtflüge zuzulassen, aber kein IFR. Gerade nachts sieht man die schönen Aschewolken, so es diese überhaupt gibt, nicht und kann ihnen nicht ausweichen. Dann fliegt man doch besser IFR am Tag. Verstehe, wer kann, mir ist das zu hoch.

Gib einem Trottel Macht, und er richtet die Welt zugrunde! [Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Deutschland gehört den VFR-Fliegern
19. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jan Brill
Lieber Herr Brill,
da haben Sie eine Aufgabe für Pilot und Flugzeug. Warum führt niemand das ganze Problem zurück auf seine wahre Dimension:

1. Klar, Vulkane werfen Asche oder Gesteinsbrocken aus und giftige (= ohne Sauerstoff) Gase. Beides ist hochgradig gefährlich in der nächsten Umgebung. Je gröber die Brocken, desto schneller fallen sie zu Boden. Die Gaswolken werden durchmischt durch den Wind und verlieren ihren Schrecken mit zunehmender Entfernung. In Zentraleuropa sind weder Gase noch grobe Partikel zu fürchten.

2. Feinen Siliziumstaub gibt es reichlich auch anderswo. Schon mal über die Sahara geflogen? Kein Mensch hat bislang daran gedacht, deswegen den Luftraum dort zu sperren. Außerdem regnet und schneit es oft rot (= Saharasand) in Südeuropa. Auch das war bisher kein Grund zur Aufregung. Man wäscht halt sein Flugzeug und das Luftfilter etwas öfter.

3. Auf Satellitenbildern ist von dem kleinen Spucker in Island nichts zu erkennen. Am Wochenende gab es 100 kts Westwind (FL 300) südlich von Island über der Nordsee. Jeder Pilot ist vorgewarnt durch NOTAM und SIGMET. Und oberhalb FL 100 herrscht z.Zt. severe cavok. Da könnte man ja einem zweideutigen Dunstwölkchen auch ein bißchen ausweichen. Die Fahne des Aetna ist oft über 500 km weit im Satellitenbild und mit freiem Auge zu erkennen, ohne daß dies auch nur annähernd zu derartig überzogenen Reaktionen geführt hätte.

4. Ich fliege auch oft in Neuseeland. Dort spuckt eigentlich immer wenigstens einer der vielen Vulkane. Nach den neuen europäischen Vorstellungen wären alle Neuseeländer permanent Fußgänger. Ein Telefonanruf von EUROCONTROL hätte genügt, sich darüber schlau zu machen, wie man dort mit einer derartigen Situation geschmeidig umgeht.

5. Siliziumstaub malträtiert die Triebwerke, das ist wahr. Aber solange man den Staub nicht sieht, kann man das vergessen. Kolbentriebwerke haben den Vorteil, daß es da ein Luftfilter gibt und daß der Luftdurchsatz um Größenordnungen geringer ist. Ich gebe zu, daß man dafür bezahlen muß. Nach meinen Afrikaflügen war das Triebwerk 500 h vor TBO am Ende, aber erst zwei Jahre später (die Fa. Rieger weiß das). Ein Sicherheitsproblem war das jedoch zu keinem Zeitpunkt.

6. Und immer wieder: der Pilot entscheidet, im gewerbl. Flugbetrieb der dispatcher, und damit basta.

Ich bin gespannt, wer die Rechnung für den gegenwärtigen Blödsinn bezahlt. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu Neue Forderung: Feuerlöscher an Bord (nach NfL II 39 / 09) ?
18. April 2010: Von Dietrichb H. Bauer an Jens-Albert Schenk
An Ihrer Stelle würde ich mal vorsichtshalber einen Test machen und im geschlossenen Cockpit den Feuerlöscher auslösen. Falls Sie das ohne schweren Gesundheitsschaden überlebt haben sollten, können Sie ja Ihre Entscheidung nochmal überdenken. [Beitrag im Zusammenhang lesen]

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