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Alle Beiträge von: Maximilian Hohmann [m__h]




Unfälle und Zwischenfälle | Beitrag zu Flughafen München in Hochform
23. Februar 2026 15:24 Uhr: Von Maximilian Hohmann an Jan Brill

Hallo!

> Wann lässt man die Leute über die Notrutschen raus? Hätte die Crew hier noch Optionen gehabt?

Es war nicht eine Crew, sondern laut Spigel Online sollen fünf Flugzeuge von unterschiedlichen Airlines betroffen gewesen sein! Umso unverständlicher ist es, warum der Flughafen die Terminals zusperrt und das Personal heimschickt, wenn da noch fünf Flüge auf den Start warten.

Selber fliege ich auch keine Airliner und kenne die Procedures nicht, aber Notrutschen sind, wie der Name schon sagt, für Notfälle vorgesehen. So einer lag nicht vor. Fünf Stunden in einem Flugzeug, das dank APU oder mittels Ground Power geheizt und beleuchtet wird, kann man schon aushalten. Macht man im Flug ja auch. Evakuieren über Notrutschen ist fast immer mit Verletzungen verbunden. Außerdem wären dann hunderte von Passagieren, viele noch im Urlaubsoutfit von ihrer Thailandtour, im Schneetreiben vor den verschlossenen Terminals gestanden. Dann lieber im Flugzeug von Mitternacht bis fünf Uhr morgens dösen, bis die Frühschicht kommt und Treppen bringt.

Habe ich auch schon machen müssen, als ich in einem früheren Leben nachts Päckchen geflogen habe. Nach erfolgreicher Landung verabschiedet sich der Towerlotse in den Feierabend und dann kommt noch jemand, der die Fracht abholt. Bis man das Flugzeug aufgeräumt hat, ist es um einen herum dunkel und alle Türen und Tore sind verschlossen. Hatte ich sogar schon auf einem größeren Flughafen als München.

Grüße
Maximilian

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Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Eine IFR-Trainingsstunde durch das Amtsgericht Langen – Wenn die CDI-Ablage zum juristischen Schauspiel wird
21. Januar 2026 16:01 Uhr: Von Maximilian Hohmann an ch ess Bewertung: +7.00 [7]

Was mich an dieser Geschichte am meisten stört, ist, dass die allereinfachste Lösung übersehen wurde. Der AFISO hatte offenbar eine Hand frei, um sein Fernglas zu halten und die zweite Hand, um seinen Report zu tippen. Hätte er doch nur eines von beiden für einen Moment unterbrochen und stattdessen zum Mikrofon gegriffen: „Callsign, I observe you one mile east of track, please verify!“ Auch wenn das nicht seine Aufgabe ist und er damit vielleicht sogar seine Kompetenzen überschreitet, hätte es ihm sicher niemand übelgenommen. Die „richtigen Fluglotsen“ machen das auch und niemand hat sich jemals darüber beschwert.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Petition/Rückgabe von Entscheidungskompetenzen an die Fliegerärzte
26. September 2025: Von Maximilian Hohmann an Peter Heinz Bewertung: +5.00 [5]

Hallo,

das ist mein erster Beitrag hier, also habt bitte Geduld mit mir. Gerne hätte ich schon vor ein paar Tagen geantwortet, aber die Erteilung der Schreibberechtigung auf diesem Forum läuft ungefähr so ab wie eine Verweisung an das Referat L6 (nur ein Scherz! - aber es dauert eben auch ein bisschen).

Für mich hat es beim Unterschreiben dieser Petition keine Rolle gespielt, ob sie inhaltlich mit EASA Richtlinien konform ist und ob sich diese Richtlinien eventuell sogar ändern lassen. Natürlich tun sie das, wenn einer der größten EASA-Mitgliedsstaaten Druck macht. Er macht das aber nur, wenn er angeschubst wird. Es geht darum, dass wir für das Ministerium und die Behörde sichtbar werden, bzw. bleiben, denn das ist nicht die erste Petition zum Thema. Dass es nach vier Tagen inzwischen schon mehr als 13.000 Unterschriften gibt, zeigt doch, wie groß das Problem ist.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass diese Petition eine sofortige Änderung der Verweisungspraxis bewirken wird. Vielleicht denkt aber der eine oder die andere Verantwortliche eine Stunde über das Problem nach und kommt auf eine schnell umsetzbare und trotzdem EASA konforme Methode, wie mit der Situation umgegangen werden kann. Mir würde es schon als großer Fortschritt erscheinen, wenn dem LBA Referat eine maximale Bearbeitungsdauer auferlegt werden könnte. Z.B. in der Art, dass wenn der Fall nach vier Wochen noch nicht bearbeitet worden ist, der Fliegerarzt das Tauglichkeitszeugnis selbst ausstellen darf.

Als selbst von einer Verweisung an L6 betroffener (Berufs-) Pilot liegt mir die Sache besonders am Herzen. Die Verweisung an sich ist nichts Schlimmes, und dass eine zweite Meinung eingeholt wird, wenn ein Messwert eine erlaubte Grenze übersteigt, in diesem Fall von einer oder einem Sachverständigen bei der Behörde, ist für mich auch nachvollziehbar. Das muss dann aber in einem transparenten Prozess erfolgen und vor allem in einem vorgegebenen Zeitintervall. Und wenn die Behördenmitarbeiter wirklich so überarbeitet sind, dass sie nicht einmal den Telefonhörer abheben oder gar eine E-Mail beantworten können, dann sollte wenigstens der Fliegerarzt Zugriff auf die Akte haben.

Wenn diese Petition nur eine kleine Verbesserung in diese Richtung bewirkt, ist uns allen geholfen. Weiter oben ist ein Artikel verlinkt, demzufolge etwa 2/3 der (befragten) Piloten bereits von einer Verweisung an die Behörde betroffen gewesen sein sollen. Diese Zahl ist für mich nicht nachvollziehbar, zumindest nicht unter den Piloten, die ich kenne. Aber es werden tatsächlich immer mehr, und es trifft zunehmend jüngere, oft sogar (ATPL) Flugschüler bei der ersten Klasse 1 Verlängerungsuntersuchung. Die dann mit einer angefangenen Ausbildung und zigtausend bereits ausgegebenen Euros monatelang in der Luft hängen. Ohne zu wissen, ob und wie es weitergeht.

So etwas muss aufhören und wenn diese Petition dazu nur ein kleines bisschen dazu beiträgt, gibt es keinen Grund, sie nicht zu unterschreiben. Für mich jedenfalls.

Viele Grüße
MH


PS: Ausflaggen ist für mich keine Option. Wenn ich nochmal 30 wäre, dann würde ich vielleicht darüber nachdenken, es aber wahrscheinlich trotzdem nicht machen. Es ist einfach so, dass ich hier lebe und hier mein Geld verdiene und hier meine Steuern zahle, von denen wiederum die hiesigen Beamten bezahlt werden. Und die sollen hier für mich arbeiten.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]

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