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Die Betonung liegt auf "unwesentlich" im Sinne von geringfügig. Zwischen 2700 und 2100 RPM meiner Erfahrung nach maximal 1 Inch. Die Höhe nimmt Dir dagegen pro 1.000ft rund 2 Inch und die Drosselklappe nach Belieben. Wichtig ist grundsätzlich nur, daß bei Saugmotoren der Ladedruck nicht primär mit der Drehzahl zusammenhängt.
Wenn der "Vibrationsbschleuniger" steht, ist der Ladedruck nämlich gleich dem Umgebungsdruck.
Viktor hat das im letzten Beitrag korrekt erklärt. Seine vorherige Frage von wegen erzielbarem Ladedruck bei 1.900 RPM erschließt sich mir deswegen umso weniger. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Der Ladedruck eines Saugers hängt nur unwesentlich von der Drehzahl ab. Viel mehr von der Drosselklappenstellung und Flughöhe. Zusätzlich entstehen mit zunehmender Drehzahl Strömungs- und Filterverluste. Somit ist bei kleinerer Drehzahl der erzielbare maximale Ladedruck sogar höher als bei großer Drehzahl. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Hier ist das Manual für Lycomings 360er:
[Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Nachdem es zu diesem Thema sehr unterschiedliche Meinungen gibt, empfehle ich als gedankliches Experiment einfach einen Festpropeller an Deinen Motor zu montieren. Unzählige Saugmotoren in kleinen Reiseflugzeugen wie PA28, C172, DR400 fliegen in dieser Konfiguration vom Startlauf an mit vollem Ladedruck und durch den Fixprop beschränkter Start- und Steigflugdrehzahl und keiner davon verendet vorzeitig. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Bier im nicht bedruckten Kofferraum FL230 [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Enrico, Deine Frage/Aussage der unrunde Lauf Lean auf Peak käme von dem Gemisch das dann "irgendwann nicht mehr zündet" ist noch nicht ganz korrekt. Noch mal: Der Unrundlauf kommt von größeren Unterschieden im Drehmoment/Verbrennungsdruck einzelner Zylinder, aufgrund der Steilheit der Drehmomentkurve bei LOP. Die einzelnen Töpfe laufen und zünden dabei schon noch , aber eben mit unterschiedlichem Bumms.
Für alle Skeptiker: Die alten Kolbenpropliner mit Motoren wie z.B. R-3350 oder R-4360 wurden alle LOP betrieben. Man machte sich dabei genau diesen Drehmomentverlauf zu Nutze, indem man bis zu einem definierten Drehmomentverlust verarmte und anschließend das fehlende Moment durch Erhöhung des Ladedrucks ausglich.
[Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Sea Fury - Mein aufrichtiger Neid ist mit Dir. Mit oder ohne Fahrtmesser (-; [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Die Aussage Klopfen würde durch hohen Ladedruck bei niedriger Drehzahl verursacht werden, ist zwar gängig, aber falsch. Wenn dem so wäre, dann wären tausende von Motoren mit Festpropeller bereits im Startlauf kaputtdetoniert. Ein üblicher 360er oder 320er mit Festpropeller dreht beim Start und im Steigflug so zwischen 2200 und 2400 RPM (je nach Prop-Steigung), während gleichzeitig der Ladedruck mit offener Drosselklappe auf Meereshöhe bis zu 29 inch beträgt. Keiner von diesen Motoren stirbt den Klopftod. Die alte Oversquare Regel ist ein spritfressendes Ammenmärchen. Niedrige Drehzahlen verursachen niedrigere Reibleistungen (Friction Horsepower), niedrigeren Verschleiß und geringeren Verbrauch. Wir fliegen z.B. unseren getunten 250 PS LyCon IO-360 im Cruise mit 1900 RPM, 23 inch und LOP. Da klopft trotz High-compression-Pistons nichts. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Zum Thema "Einlaufen": Von praktisch allen Experten und den Herstellern wird empfohlen jungfräuliche Contis und
Lycos mit mindestens 65 Prozent zu bewegen und auf relativ kühle Töpfe zu achten. Manche gehen sogar soweit in den ersten Stunden max. Power zu empfehlen. Meine eigene Erfahrung mit mehreren "Einläufern" bestätigt die Theorie, daß hohe Leistung dem Einlaufprozess sehr förderlich ist. Die beiden 375 PS starken RAM 520er der C421 wurden in der ersten Betriebsstunde z.B. komplett mit Startleistung (Vollgas) betrieben und danach mit maximalem Cruise-Ladedruck. Das Ergebnis sind zwei Motoren, die für diese Hubraumklasse fast schon sagenhafte Ölverbräuche aufweisen, nämlich unter 0,1 l/h. Auch der 250PS LyCon 360 meiner Pitts wurde als Kunstflugmotor selbstverständlich Vollgas eingeflogen. Dieser verbraucht im Kunstflug rund 0,3 l/h an Öl, während rund 1 l/h in diesem Fall normal wäre.
Ergo, mein Tip:
1. In der ersten Stunde alle Hebel nach vorne, keine Platzrunden.
2. 2-5 Stunde: Vollreich und hoher Ladedruck.
3. Flach steigen, damit die Zylinder kühl bleiben.
4. Cowlflaps öffnen.
5. Nach 5 Stunden ist im Regelfall der Ölverbrauch stabil und damit alles (ein)gelaufen.
Grundsätzlich ist wohl weniger die Leistungen der ausschlaggebende Parameter, sondern ein möglichst hoher Lade- und Verbrennungsdruck. Dieser sorgt nämlich in letzter Konsequenz für den Anpressdruck der Kolbenringe an die Zylinderwände und garantiert somit den Einlaufprozess. Ergo, kann die Drehzahl bei Constant-Speed oder Verstellprop ruhig abgewürgt werden. Sowohl für Saug- und Ladermotoren impliziert dies vergleichsweise niedrige Flughöhen, weil sonst im ersten Fall der Ladedruck in den Keller geht und im zweiten die Kopftemperaturen zu hoch werden.
Noch ein Tipp für die Nerven in der ersten Stunde: Nicht auf den Fuelflow schauen (-;
Zum Thema TIT-Limit: Den Bereich über 1650 F kann man sowohl ROP, wie LOP vermeiden. Im letzten Fall zieht man die roten Hebel zügig über den "heißen" Bereich Richtung Arm um anschließend auf der armen Seite wieder unter dem Temperaturlimit anzukommen. Bei mehr als 50 F LOP sinkt zwar die Effizienz, aber deutlich weniger als durch anreichern. Wichtig ist natürlich, daß der Motor nicht hustet und vibriert.
[Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Guido, du sitzt vermutlich einem gängigen Missverständnis auf:
Nicht die Temperaturdifferenz der jeweiligen EGT Werte der einzelnen Töpfe ist maßgeblich, sondern der Unterschied im Kraftstoffdurchfluss bei den jeweiligen einzelnen EGT Peaks der jeweiligen Zylinder. Sprich, die sollten möglichst alle bei einer Mixerhebelstellung gleichzeitig peaken. Wenn Sie das jedoch zeitversetzt beim Verarmen tun, gibt's Vibrationen. Der Grund für die stärkeren Vibrationen LOP ist der, daß die Drehmomentkurve auf der armen Seite steiler verläuft. Somit ist bei gleichem Abstand zum Peak auf der armen Seite die Drehmoment Differenz zwischen den einzelnen Zylindern größer als auf der reichen Seite und daraus resultierend die Vibration.
Dies soll durch kalibrierte Düsen verringert werden, wobei es wohl nicht in jedem Fall perfekt funktioniert: Unsere T303 hatte zum Beispiel keine kalibrierten Düsen und funktionierte perfekt LOP, wohingegen die C421 mit GTSIO-520 und Gamijectors jenseits von Peak rau läuft. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Die Effizienz bei gleicher Leistung steigt 50 F LOP um ca. 7 Prozent.
Ein Beispiel aus dem Betrieb der Cessna T303:
A. Peak EGT: 24inch, 2300RPM, FF 2x 14,4 Gal/h
B. 50 F LOP: 26inch, 2300RPM, FF 2x 13,3 Gal/h
Die IAS/TAS und somit die Leistung bleibt in beiden Fällen genau die gleiche. Interessanterweise sind die CHTs im Fall B etwas kälter. Die 2 zusätzlichen Inch Ladedruck kompensieren den Leistungsverlust durch LOP. Das Ergebnis ist also eine Treibstoffkostenersparnis von rund 20 EUR pro Flugstunde, bei exakt gleicher Performance. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Die Befürchtung im Climb würde ohne ständiges Nachjustieren der Motor verenden, trifft nicht auf turbogeladene Motoren mit geregeltem Wastegate (z.B. in der Malibu) zu. Wastegatecontroler halten den Ladedruck im Steigflug konstant, wodurch das Gemisch bei unveränderter Mixturehebelstellung sogar abmagert, anstatt zu verfetten. Diese Systematik resultiert bei Turboladermotoren aus dem in der Höhe erhöhten Abgasgegendruck der Laderturbine. Das macht den LOP Betrieb mit Lader sogar erheblich einfacher als ohne. Ein weiterer Vorteil des bedruckten Motors ist daß der Leistungsverlust durch LOP bei Ladermotoren durch etwas höheren Ladedruck (ca. 2 inch bei 50 LOP) kompensiert werden kann, während der Sauger bei 50 Grad LOP rund 5 Prozent Leistung verliert.
Ergo, nach dem Start mit Turbomotor, ohne den Ladedruck zu ändern gleich beherzt die Gemischhebel deutlich unter den vorher bekannten Climb-FF ziehen (ggf. wegen Lärm die RPM verringern) und danach einen aufmerksamen Blick auf die CHTs richten. Sollte eine davon in Richtung oder über 400 F gehen, sollte weiter verarmt werden.
Das erste Mal sollte man in gesunder Höhe ausprobieren. Bei etwas zu offensivem Ziehen am roten Hebel wird's nämlich extrem "Treibstoffeffizient" (-;
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Wenn Du nicht im Climb per BMP (big mixture pull) leanst, sondern nur im cruise, geht das auch mit einem sequentiellen Scanner. Wir leanen z.B. unseren LyCon IO-360 in einer Pitts mit einem derartigen Scanner. [Beitrag im Zusammenhang lesen]
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Unsere (L)TSIO-520 Contis in einer Cessna T303 wurden ca. 1.500 Stunden im Cruise LOP betrieben. Somit kann ich nach 3.000 Motorstunden feststellen, daß bei gleicher Reisegeschwindigkeit über 30.000 Euro an Sprit gespart wurden, während die Motoren bis 300 St. über die TBO ohne größere Schäden liefen.
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Langfristig ähnlich krisensichere und geregelte Luftfahrtarbeitsplätze wie bei der Braunschweiger Behörde wird es innerhalb Deutschlands auf absehbare Zeit kaum geben. Den Jungs und Mädels beim LBA steht nicht allenthalben der Staatsanwalt auf den Füßen wie einem Piloten, wenn's mal schief läuft und schon gar nicht müssen sie sich allseits gegen die Erosion ihrer Arbeitsbedingungen und Gehälter wehren. Als Jung-CPL/ATPLer würde ich morgen meine Bewerbung schicken, anstatt mich bei dubiosen Freelanceklitschen im Ambulancedienst oder Werkverkehr zu prostituieren.
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