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Lutz,
bitte verwechsle nicht die Anzahl der bekannten Infizierten mit der Gesamtzahl aller Infizierten. Erstere sind die, die entweder krank genug oder beunruhigt genug sind, um zum Arzt zu gehen. Die Anzahl letzterer ist bis dato vollkommen unbekannt, was auch das RKI selber schreibt. Aus den Erfahrungen mit anderen grippalen Infekten wissen wir aber, dass sich hinter der Zahl der bekannten Infektionen eine Dunkelziffer in der Größenordnung von mindestens zwei, eher sogar drei Zehnerpotenzen verbirgt. Auch die Zahlen aus China weisen in diese Richtung: rund 80.000 bekannte Infizierte in einer Großstadt mit 11 Mio. Einwohnern. Mortalitätsdaten kann man sinnvollerweise nur auf die (bekannte) Einwohnerzahl, nicht aber auf die (unbekannte) Zahl aller Infizierten beziehen. Wenn in einem Land wie China mit mehr als 1 Mrd. Einwohnern 3.000 Leute sterben, wenn in Italien (60 Mio. Einwohner) 50 Tote registriert werden, dann sind das keine Zahlen, die das Robert-Koch-Institut sonderlich beunruhigen. Ich persönlich teile diese Einschätzung.
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Na ja - harte Daten zu Prävalenz und Mortalität des Coronavirus sind zwar bisher noch Mangelware. Größenordnungsmäßig erkrankte aber selbst im Epizentrum der Pandemie in Wuhan nur etwa jeder tausendste Einwohner. Aus den bisherigen Erfahrungen mit grippalen Infekten wissen wir, dass die Durchseuchungsrate der Bevölkerung beispielsweise für Influenza-Viren nahe bei 100% liegt. Die weitaus meisten Infektionen verlaufen also komplett stumm. Von jeweils 100 Erkrankten (also ca. 100.000 Infizierten) brauchen wiederum 80 aufgrund des milden Verlaufs keine spezifische Therapie, von den 20 schweren Fällen sterben am Ende 2, die anderen 18 heilen ohne Dauerfolgen aus. Nur zum Vergleich: im österreichischen Straßenverkehr kommen wir auf 5 Tote pro 100.000 Einwohner. Wer sich vor dem Coronavirus fürchtet, sollte also nicht nur nicht zur Aero fliegen, er sollte eigentlich auch keinen Fuß mehr vor seine Wohnungstür setzen, und zwar lebenslang. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Vielleicht können wir uns zumindest darauf einigen: Die Herstellerempfehlungen zum Thema "Warm-up" sind bei Weitem nicht einheitlich. Hier eine kleine Übersicht aus den Handbüchern, die ich so zu Hause greifbar habe. AT01: oil temperature lower limit 50°C (Section 2) C150: "Warmlaufen vor dem Start sollte auf die Zeit beschränkt bleiben, die erforderlich ist, um die in diesem Abschnitt angegebenen Prüfungen durchzuführen. Da das Triebwerk für wirksame Kühlung während des Fluges verkleidet ist, sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um eine Überhitzung am Boden zu vermeiden." HK36: oil temperature lower limit 50°C (Section 2) [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Servus Lutz, "
"If the engine idles ... and accelerates smoothly, the engine is warm enough for takeoff." Ähnliche Formulierungen findet man auch in anderen Kolbenflieger-Handbüchern. Die Frage, woher die Mär vom Warmlaufenlassen kommt, ist also durchaus nicht so abwegig, wie es dem einen oder anderen vielleicht zunächst erscheint. Vom Hersteller kommt sie jedenfalls (meistens) nicht. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Könnt Ihr Euch noch erinnern? Anfang der 2000er Jahre lag die Negativrate bei der ZÜP im niedrigen einstelligen Promillebereich. Wir hatten das hier mal diskutiert. Ende der 2010er Jahre liegt die Negativrate bei mittlerweile 5 Prozent (Quelle: Lufthansa). Die sukzessiven Verschärfungen haben also zu einer Steigerung um mehr als 1000 Prozent innerhalb von 15 Jahren geführt. Geht das so weiter, wird es nach 2040 in der Heimat von Otto Lilienthal keine Piloten mehr geben - back to the roots, Freunde! Erst wenn Ihr den letzten Piloten aufgrund eines Eintrags im Klassenbuch seiner Grundschule gegroundet habt, werdet Ihr merken, dass man nach Mallorca nicht laufen kann... [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Bei 35 bis 49 kt Wind reicht für die üblichen Schulflugzeuge à la C152 die Breite der Piste zum Landen völlig aus, da ist die Ausrichtung eigentlich schon wurscht... ;-) [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Dieser Typ Einziehfahrwerk (hydraulic uplock, emergency freefall) ist in vielen Piper-Modellen verbaut. Ich hatte mal einen Hydraulikschaden in der PA32 unter ähnlichen Wetterbedingungen. Da habe ich auf die harte Tour gelernt, dass man den Fahrwerksnotknopf kräftig und weit herausziehen und dabei sehr langsam (80 kts) fliegen muss, sonst tut sich inbesondere das Bugrad mit dem Verriegeln schwer. Ich kann nur jedem, der so ein Modell fliegt, raten, das Verfahren einmal ohne Notfall und bei schönem Wetter in aller Ruhe durchzuspielen. Das nimmt einem doch deutlich Druck von den Schultern, wenn man es mal wirklich braucht. Das Hydrauliksystem ist bei diesen kleinen Fliegern halt nicht besonders redundant, da kann immer was passieren. Und "gravity freefall" ist nach meiner Erfahrung eher eine Krücke, die man zu nehmen wissen muss. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Den erkenntnistheoretischen Unsinn, aus retrospektiven Klimadaten Aussagen zur Kausalität ableiten zu wollen, hatten wir vor einigen Jahren ja schon einmal diskutiert: https://www.pilotundflugzeug.de/ Neue Ansätze dazu kann ich dem anhaltenden Medienhype nicht entnehmen. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Das Flugzeug war Baujahr 2018 und hatte gerade einmal 16 Stunden auf der Uhr. Die Triebwerke befanden sich also noch in der Einlaufphase. Das wäre ein Grund mehr für mich, auf solche Turnübungen zu verzichten... [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Im Segment fixed-wing non-commercial kommt in den USA ein Toter auf 1 Million Einwohner. In Europa kommt im selben Segment ein Toter auf 6,5 Millionen Einwohner. Also ist die EASA doch sehr erfolgreich, oder? Zumindest würden die meisten Politiker die Unfallstatistik so lesen... [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Ich denke nicht, daß man aufgrund der zitierten Statistiken diese Schlußfolgerung ziehen kann. Die Unfallzahlen liegen auf beiden Seiten des Atlantiks in der gleichen Größenordnung: Etwa 1 bis 2 Menschen sterben pro 100.000 Flugstunden. Viel mehr kann man angesichts der Unschärfen bei der Flugstundenabschätzung eigentlich nicht hineininterpretieren. Ich finde es im Gegenteil eher erstaunlich, daß wir Europäer nicht noch deutlich schlechter abschneiden, wenn man einmal die absoluten Zahlen aus den Reports im Segment fixed-wing non-commercial vergleicht: In den USA produzierten 2015 ca. 328 Mill. Einwohner von der FAA ermittelte 17,3 Mill. Flugstunden jährlich (ca. 53 Flugstunden pro 1.000 Einwohner), hatten dabei 196 tödliche Unfälle (1,1 pro 100.000 Flugstunden) mit 331 Toten. In Europa produzierten 2016 ca. 512 Mill. Einwohner durch Umfragen geschätzte 3,1 Mill. Flugstunden jährlich (ca. 6 Flugstunden pro 1.000 Einwohner), hatten dabei 46 tödliche Unfälle (ca. 1,5 pro 100.000 Flugstunden) mit 78 Toten. Die Amerikaner haben also in Relation zur Bevölkerungsbasis fast zehnmal mehr Flugerfahrung als die Europäer, sind sicherlich die routinierteren Piloten, schneiden aber bei den tödlichen Unfällen trotzdem nur geringfügig besser ab. Diesen Unterschied auf die Überregulierung durch die EASA zurückzuführen, anstatt ihn ganz zwanglos als Trainingseffekt zu interpretieren, erscheint mir doch recht weit hergeholt. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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"Kraft", "Schub", "Schubkraft" und "Thrust" sind in diesem Kontext Synonyma, dachte, das wäre allen klar. Der Schub eines feststehenden Propellers sinkt kontinuierlich mit zunehmender Fluggeschwindigkeit, da der Anstellwinkel der Propellerblätter immer kleiner wird. Das Produkt aus Schubkraft und Geschwindigkeit ergibt die mechanische Leistung. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Die alleinige Betrachtung der Wellenleistung des Triebwerks liefert aber keine physikalisch widerspruchsfreie Erklärung für die vom Threaderöffner beobachtete Änderung der Propellerdrehzahl. Das haben die ersten Seiten des Threadverlaufs ja auch eindrucksvoll gezeigt. Man muß schon das mechanische Gesamtsystem betrachten, um den Zusammenhang zu verstehen. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Genau. Die Schubkraft eines jeden Propellers geht mit zunehmender Fluggeschwindigkeit gegen Null. Also geht auch die Leistung trotz zunehmender Geschwindigkeit gegen Null, weil Leistung physikalisch nun mal so definiert ist.
Nur noch mal zur Klarstellung: Wir reden hier von der mechanischen Leistung, die das Triebwerk über den Propeller an das Flugzeug abgibt. Natürlich gibt jedes Triebwerk darüber hinaus auch elektrische, hydraulische, pneumatische und vor allem thermische Leistung an seine Umgebung ab, die in Summe proportional zum Treibstoffverbrauch sind. Das ist hier aber nicht gemeint. Zumindest habe ich die Frage des Threaderöffners so verstanden. Und nein, das ist nicht meine Theorie. Das ist Standard-ATPL-Syllabus, kann man in jedem Performance-Lehrbuch nachlesen. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Leistung = Arbeit / Zeit = Kraft x Weg / Zeit = Kraft x Geschwindigkeit [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Habe ich durch die höhere Drehzahl jetzt auch eine andere Leistungsabgabe (lt. POH ist z.B. 2500 rpm 75%) oder nicht?
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Das Thema wurde ja hier im Forum schon recht ausführlich behandelt. Im §4 LuftVG steht: (1) ...Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn ... 3. keine Tatsachen vorliegen, die den Bewerber als unzuverlässig erscheinen lassen, ein Luftfahrzeug zu führen oder zu bedienen, und keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des Bewerbers nach § 7 des Luftsicherheitsgesetzes bestehen... Im §5 LuftSiZÜV steht ebenso wunderbar allgemein gehalten unter Absatz 1: Die Zuverlässigkeit eines Betroffenen ist zu verneinen, wenn daran Zweifel verbleiben. Aha!
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Und was sollte ich Deiner Meinung nach tun, wenn ich im Luftraum A/B/C/D einen Flugregelwechsel nach VFR mache, aber keine neue Freigabe bekomme? Womit rechnet der Fluglotse normalerweise, wenn er mir keine weiteren Anweisungen erteilt? [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Ich würde gerne nochmal einen gedanklichen Schritt zurück gehen. Eine ATC-Freigabe beinhaltet grundsätzlich eine Flugstrecke (im einfachsten Fall ein Heading), eine Flughöhe und eine Freigabegrenze. Mir ist nicht klar, warum eine erteilte Freigabe schlagartig enden soll, nur weil ich die Flugregeln wechsele. Das eine hat doch mit dem anderen erstmal nichts zu tun, oder? Gibt es Lufträume, in denen ich für VFR eine Freigabe brauche, für IFR aber nicht? Ich meine nein. Wenn ich eine ATC-Freigabe habe, gilt die meines Wissens unabhängig von den verwendeten Flugregeln bis zur Freigabegrenze bzw. bis zur Erteilung einer neuen Freigabe. Wenn der Controller also nur sagt: "IFR cancelled time xx:xx." und ansonsten die erteilte Freigabe nicht ändert, fliege ich ganz legal weiter bis zur Freigabegrenze und bleibe auf seiner Frequenz. Wo soll da die Ordnungswidrigkeit liegen? Ich kann mich ja schließlich nicht schlagartig in Luft auflösen. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Ich sehe die Schuld für dieses sinnlose Verfahren eigentlich eher beim Ankläger, weniger beim Richter. Man fragt sich doch unwillkürlich, was das BAF mit einem solchen Bussgeld überhaupt bezweckt. Der Mann war offensichtlich mit der Situation überfordert und auch für den Lotsen erkennbar panisch. So panisch, dass er über die "goldene Brücke", die der Lotse ihm gebaut hat ("Sie wollen wirklich keinen Notfall erklären?") nicht mehr gehen konnte und den Kontakt zum Einzigen, der ihn im Sinne von Single-Pilot-CRM noch hätte unterstützen können (zum Lotsen nämlich), abgebrochen hat. Ein Bussgeld hat in einem No-Blame-Sicherheitsmanagement-System nur bei Vorsatzdelikten seinen Platz. Was der Mann braucht, ist Training. Eine Menge Training offensichtlich, bei all den Unzulänglichkeiten der IFR-Schulung, die auf diesem Flug zu Tage traten. Ein Bussgeld, egal in welcher Höhe, macht aus ihm keinen besseren Piloten. Gibt's im BAF kein Safety-Management? Der Fall gehört ins CIRS, nicht vor Gericht! [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Ein Ringelpietz mit Kopfstand nach einer eigentlich sanften Landung endet aber normalerweise nicht mit toten Insassen. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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Genau. Man braucht in einem Performance-Klasse-B-Flieger Zeit- und damit Höhenreserven, wenn man fully established anfliegt und einen SE-GA machen will. Einfach nur Gas reinschieben wie bei Performance-Klasse A nützt nix, da Du keine Steigrate erzielst, solange die genannten Bedingungen nicht erfüllt sind. Verantwortungsbewusste Instruktoren machen soetwas daher nur entweder
Die Praxis sieht leider oft anders aus. Manchmal geht es trotzdem gut, manchmal endet es so wie hier. Man sollte sich anläßlich dieser Unfälle selbst immer wieder ins Bewußtsein rufen, daß eine Seneca oder Baron funktionell in dem Moment zur Ein-Mot wird, in dem man das Fahrwerk und/oder die Klappen ausfährt. [Beitrag im Zusammenhang lesen] | ||||||
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