Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen? 



Das neue Heft erscheint am 1. September
Das LBA hat einen neuen Präsidenten!
KI in der Fliegerei
Leserflyout 2026 nach Schweden und Finnland
Wartung: Kleckern, tropfen, fetten
UL: Die Grenzen der Autodidaktik
GPS-Jamming und Risk-Stacking
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Alle Beiträge von: Stephan Schwab [snscaimito]


249 Beiträge Seite 1 von 10

 1 2 3 4 5 6 7 ... 9 
⇢  ⇥



Sonstiges | Beitrag zu Klimakleber in D'dorf und Hamburg
14. Juli 2023: Von Stephan Schwab an Sven Walter Bewertung: +3.00 [3]

Hier mehr für die, die es interessieren könnte: https://docs.google.com/document/d/1QR9Xk3aq3soidmob6nS9PMstKcllmRlgpaVDyFzRkwY/edit?pli=1

In unserem Projekt https://www.caimito.eu haben wir allerdings beschlossen die Rinder, die wir seit 2019 gehalten haben, wieder abzuschaffen. Deren Management bindet zu viele Ressourcen und es gibt keinen Markt. Also bauen wir jetzt systematisch den Wald auf und nutzen dabei auch Ideen von Miyawaki. Das Ziel ist diese 45ha wieder dauerhaft grün zu bekommen und da es ein Wald ist, machen wir jetzt mit mehr Erfahrung gezielt etwas dafür.

Inspect and Adapt ist meine Denkweise. Meine eigene Agenda ist halt MEIN Land grün zu bekommen und da macht man was HIER funktioniert. Andere können gern über "wie man die Welt ernährt" etc. im Saale diskutieren. Wird halt gern so gemacht. Schade eigentlich.

Statt für's Klima zu kleben, könnten jene hier Bäume pflanzen. Pro Hektar etwa 10.000 Stück.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu Klimakleber in D'dorf und Hamburg
14. Juli 2023: Von Stephan Schwab an Sven Walter Bewertung: +4.00 [4]

Nicht, daß ich jetzt irgendwas verteidigen möchte. Wäre mangels Expertise dazu gar nicht in der Lage. Dennoch ist das ein Beispiel wie Leute aus einer naßkalten Gegend basierend auf Mißverständnissen und mit unzutreffenden Annahmen zu einer falschen Schlußfolgerung kommen. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Dem Herrn Savory geht es gar nicht um das CO2 in der Luft, sondern darum, daß das C gar nicht erst den Boden / die Pflanzen verlassen kann. Und selbst das ist weniger das Thema, sondern mehr der nicht mehr von Pflanzen bedeckte Boden, der dann in der Sonne backt und nach und nach deswegen zur Wüste wird.

Hier vor Ort auf unserem Land haben wir einige Pflanzenarten wieder zum Leben erweckt. Die waren ohne die Rinder als Werkzeug weg.

Gras in z.B. Deutschland verrottet, wenn es nicht von Tieren gefressen wird. Gras in heißen und trockenen Gegenden verrottet nicht. Stattdessen oxidiert es an der Luft und da der Pflanzenkörper zu einem großen Teil aus C besteht, gelangt dieses C in die Luft statt im Boden zu verbleiben. Die Pflanze stirbt auch durch diesen Vorgang ab und statt mehr Gras, gibt es weniger. Im naßkalten Klima wächst Gras wie blöd, während es in den trockenen Gegenden verschwindet. Und DAS ist worum es geht.

Die "Verdauung" der Pflanze findet im naßkalten Klima auch ohne Tiere statt. In trockenen Gegenden braucht es dazu aber den Pansen der Wiederkäuer, weil das dafür nötige Wasser und die Baktieren eben nicht im Boden, sondern im Tiermagen vorhanden sind. GANZ andere Sache und wenn man sich nur auf CO2 konzentriert, dann sieht man das nicht. Dazu kommt, daß Leute in trockenen Gegenden sowas täglich sehen können, während die im naßkalten Klima gar nicht erst auf die Idee kommen.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu Klimakleber in D'dorf und Hamburg
13. Juli 2023: Von Stephan Schwab an Holgi _______
Sicher. Spannend ist nur, daß die Lösung so gar nicht im Bereich Technik und Eßgewohnheiten zu liegen scheint. Das ist aber leider was die meisten Leute kennen und wo man relativ einfach Dinge messen und steuern kann. Auch besteuern gehört dazu [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu Klimakleber in D'dorf und Hamburg
13. Juli 2023: Von Stephan Schwab an Stephan Schwab Bewertung: +3.00 [3]

https://www.spiegel.de/panorama/letzte-generation-zehn-aktivisten-nach-flughafenblockade-in-hamburg-wieder-frei-a-cf2ae9de-57a7-4516-872b-dfd6f606a798

Da steht u.a., daß das mit dem gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr nicht gegeben sei. Klar, sie haben ja nur die Rollbewegungen behindert und nicht einen Beinahe-Unfall oder tatsächlichen Unfall verursacht. Das ist halt alles sehr genau kühl kalkuliert. An der Grenze, aber halt haarscharf und nicht drüber.

Mir tut es weiterhin für die "Aktivisten" selbst leid. Die lassen sich instrumentalisieren und akzeptieren ganz bewußt schwerwiegende Nachteile im weiteren Leben. Das machen sie natürlich nur, weil sie halt glauben Märtyer zu sein und sich halt einige für die große Sache opfern müssen. Es ist jetzt auch ziemlich egal, ob das religiöser oder anderweitiger Wahn ist. Der Mechanismus im Gehirn ist ja derselbe.

Leider - und auch zum Glück - kann man Menschen nicht wegen vorgeblicher - oder tatsächlicher - geistiger Störungen zwangsbehandeln. Am Ende bleibt dann nur es auszuhalten, auf die schlimmste Dinge zu reagieren und zu hoffen, daß es nicht schlimmer wird.

Ob das mit dem Klimawandel wirklich menschengemacht ist oder nicht werden wir erfahren oder zukünftige Generationen.

Ich habe diese Woche eine Diskussion zwischen Allan Savory und George Monbiot verfolgt. Traurig. Die zwei haben erneut über zwei verschiedene Dinge geredet.

Allan kommt aus und hat Erfahrung mit trockenen Gegenden in Afrika und auch in Nordamerika und hat herausgefunden, daß die Art und Weise wie Regeln entstehen (politischer Konsens) die Ursache für den Verlust von Biodiversität ist und wegen dieses Verlustes immer mehr Wüstenbildung in trockenen Ökosystemen geschieht.

George hingegen wollte nur über Kohlenstoff und Methan und die böse Fleischwirtschaft reden und man müsse auf Veganismus umstellen. Der kommt aus UK wo es viel und häufig regnet.

Was viele nicht verstehen ist, daß in trockenen Gegenden Gras an der Luft oxidiert, die Pflanzen absterben und so nicht nur C in die Luft gelangt, sondern - und das ist entscheidend - der Verlust der Pflanzen zum Aufheizen des Bodens führt und damit die ganze Sache noch mehr Fahrt aufnimmt.

Jetzt sagt Allan, daß der Pansen der Wiederkäuer essentiell für die Umkehr dieses Vorganges sei. In trockenen Gegenden wo Gräser und nicht etwa Bäume dominieren. Das sind große Teile der Erdoberfläche. Im Pansen wird nämlich die Biomasse der Pflanzen umgewandelt und kann so das Bodenleben und die Pflanzen füttern. In einer feuchten Gegend passiert das durch Kompostierung an Ort und Stelle. Wenn es 6 Monate lang nicht regnet, dann passiert es ohne Tiere gar nicht.

Warum erzähle ich das? Die ganze Diskussion ist voller Mißverständnisse, Angst, Unkenntnis und die Wortführer haben keine Ahnung wie die Welt außerhalb der naßkalten Gegenden eigentlich funktioniert. Und dann kleben sich junge und naive Leute irgendwo fest oder machen andere dumme Sachen - aus reiner Verzweiflung.

Achja... Ich habe 45ha Land in Andalusien und wir machen https://www.caimito.eu - falls es jemanden interessiert und wie ich als Pilot zu dem Thema komme ;-)

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu Klimakleber in D'dorf und Hamburg
13. Juli 2023: Von Stephan Schwab an Nicolas Nickisch Bewertung: +2.00 [2]

Das ist ja alles nicht einfach irgendein Protest, sondern das sind gezielt Angriffe gegen weiche Ziele.

Das wird vorher geplant, man erkundet den Ort und überlegt wie man bestmöglichst die gewünschte Wirkung erreicht. Auf Sylt haben sie Anfangs vergessen die Kappen von den Triebwerken zu nehmen, sich dann erinnert und diese gezielt zerstört. Da kann man sehen was das Ziel ist. Gerichte tun sich aus vielen Gründen mit solchen Sachen schwer.

Die haben ja selbst Bilder vom aktuellen Ereignis veröffentlicht. Da sieht man wie sie mit einem Bolzenschneider den stabilen Zaun zertrennen. Der Zaun verhindert, daß einfach so jemand reingeht und es erhöhten Aufwandes bedarf. Wer da aber auf jeden Fall rein will, der kann es. Will man das verhindern... tja ... sind wir schnell bei miltitärisch. Da gibt es Sensoren, Videoüberwachung und Menschen, die 24H aufpassen. Es geht dann auch sehr schnell bis der Eindringling mit der Waffe gestellt wird. Das geht auch zivil, aber kostet halt.

Die Frage ist, ob man das will.

Ich vermute mal, daß das weiter eskalieren wird und dann nach und nach Sicherungsmaßnahmen kommen, die zu entsprechenden Kosten führen.

Im Moment geht es denen auch um die Bilder und die Berichterstattung. Die erklären ja selbst in ihren Trainings, daß Haftstrafen eine Erfolgsmetrik sind, weil man die wiederum für "Werbung" und die Opferrolle nutzen kann.

Was Luftfahrt angeht gibt es noch viele andere weiche Ziele außerhalb der Großflughäfen.

"Helfer" haben ja auch dieser Tage einen Brandanschlag auf einen Autohändler verübt.

Es gibt "Lösungen" für das alles, aber wer die ergreift, der schafft das freiheitliche Leben gleich mit ab. Ihr kennt den Spruch über den Zusammenhang zwischen Freiheit und Sicherheit ...

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Maßlose Dummheit – Letzte Generation in Berlin und Sylt
19. Juni 2023: Von Stephan Schwab an Michael Söchtig


Sonstiges | Beitrag zu (Steuer-)Anwalt gesucht
19. April 2022: Von Stephan Schwab an F. S.

Vielen herzlichen Dank für die vielen Hinweise und Gedanken. Wir arbeiten daran...

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Beitrag zu (Steuer-)Anwalt gesucht
8. April 2022: Von Stephan Schwab an Achim H.

Schwierig nicht, aber armdrücken spielen manche gern :-( Danke für den Hinweis auf AOPA

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Diskussion (Steuer-)Anwalt gesucht
8. April 2022: Von Stephan Schwab 

Hallo!

Ich suche einen Steueranwalt :-)

Das Finanzamt möchte die Betriebsausgaben für meine Cirrus SR22 trotz vielfältiger Belege und nachgewiesener 95-prozentiger geschäftlicher Nutzung nicht anerkennen. Denen gefällt die Höhe der Ausgaben nicht und sie argumentieren mit fiktiven Kosten für nicht existierende Flüge, um darzulegen welche Kosten sie akzeptieren würden. Da kommen dann Vorschläge wie 200 EUR für einen Inlandsflug und bezogen auf eine nicht existierende Verbindung zwischen einem Flugplatz und einem Segelfluggelände.

Meine Wirtschaftsprüferin und ich haben uns die Hände wundgeschrieben und den Mund fusselig geredet.

Und klar, natürlich wird das Flugzeug mit der Segel- und Motorjacht verglichen, weil dazu gibt es ja Urteile aus der Vergangenheit. Den Unterschied zwischen einem VFR-Flug zum Vergnügen und einem IFR-Flug im schlechten Wetter zu einem Kundentermin mit anschließender Rechnung an den Kunden für die vor Ort erbrachte Dienstleistung können die Leute vom FA leider nicht erkennen.

Danke für Hinweise. Anwälte bitte direkt an sns@caimito.net schreiben :-)

Stephan

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Strausberg jetzt auch IFR
30. Juni 2021: Von Stephan Schwab an _D_J_PA D. Bewertung: +2.00 [2]

Habe mir das Schreiben gerade durchgelesen. Traurig!

Woanders auf der Welt landet oder startet man um 03:00 in der Nacht und niemand ist da außer den tatsächlichen Mitarbeitern der Flugsicherung vor einem Radar-Bildschirm, die aber ganz weit weg sitzen und eine Menge Verkehr zu lenken haben.

Das mit "Mini-DFS" ist schon ein wenig tragisch.

Vermutlich steckt da aber irgendwas ganz anderes dahinter und das ist jetzt eine Art Retourkutsche. Natürlich kann ich nur spekulieren und habe keinerlei Kenntnisse über das was da passiert.

Wenn aber nun jede Landepiste mit Tankstelle bei einem IFR approach zu einer Flugsicherunsgesellschaft werden sollte, dann wird es vielleicht Zeit mein Flugzeug so langsam zu verkaufen und mich ganz auf das Arbeiten per Zoom & Co einzustellen. Braucht jemand eine Cirrus SR22 :-)

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Missed Approach oder Departure
21. Oktober 2020: Von Stephan Schwab an T. Magin

Mir fällt da der Unfall in Zell am See ein. Hier die Karte

Nach dem MAPt ändert sich der Flugweg und wenn man nach dem MAPt den missed fliegen möchte, kann man im Berg landen.

Ich vermute dieser Hinweis von ATC ist ein Versuch zu motivieren die beiden Dinge aus gutem Grund zu trennen.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Reise | Beitrag zu New European Airport Database
10. September 2020: Von Stephan Schwab an Sven Walter Bewertung: +13.00 [13]

Da ich ein wenig in der Welt herumgekommen bin und als Software-Entwickler auch hier und da zu open-source beigetragen habe, kann ich vielleicht ein paar Sätze zum Thema beitragen.

Teilen ist mehr wert als besitzen. Gerade wenn es um Information geht, bekommt man mehr zurück, wenn man teilt.

Am Ende entscheidet der Zufall über den Erfolg von solchen Datenbanken. Das hat mit Reichweite und der richtigen Mischung von Leuten, die Beiträge leisten zu tun. Einen Wert hat die Datensammlung aber nicht an sich. Der Wert entsteht erst ab einer gewissen Größe und durch die Tatsache, daß ständig genügend neue Beiträge kommen. Der Wert besteht aber nicht aus den Daten an sich, sondern aus der Tatsache, daß zig Leute täglich etwas beitragen. Soweit hat eher die Plattform einen Wert und nicht die Daten an sich. Die Daten sind ja vergänglich. Was nützt mir ein Bericht zu einem Flugplatz von vor 3 Jahren. Der von voriger Woche ist interessant.

Leider gibt es einen Mentalitätsunterschied. In Deutschland mag man nicht so gern "einfach mal ausprobieren", sondern es wird immer viel hinterfragt. Evolution fragt auch nicht nach dem Endergebnis, sondern es werden munter zig Irrwege beschritten. So ist das in diesem Thema auch.

Manchmal ist kurzfristiges Denken eine gute Sache. Vielleicht nicht im Maschinenbau, aber bei Internet, Software und Plattformen schon.

Klar, es wäre natürlich schön, wenn sowas als "federated system" - als verteilte Datenbank mit ständigem Abgleich aufgebaut sein würde. Sowas ist aber weitaus komplizierter zu bauen und dafür braucht es dann wieder Leute, die bereit sind einen eigenen Server zu betreiben. Bei den "Großen" gehört eine API mittlerweile zum guten Ton, weil das ein Bestandteil von "Teilen" ist.

Ich würde da jetzt weniger penetrant sein, sondern einfach mal beoachten was passiert. Ganz im Sinne von Leben und leben lassen. Wer Lust hat bei fünf Plattformen Beiträge zu liefern, kann das tun. Und ebenso ist es ok es aus irgendwelchen Gründen nicht zu tun.

Aus meiner Sicht freue ich mich darüber, daß da jemand versucht etwas frischen Wind in die Sache zu bringen. Das würde ich begrüßen und nicht so viel Angst haben. "German Angst" ist jetzt zwar schon ein englisches Wort, aber vielleicht wäre etwas mehr Hoffnung und Begeisterung für die Zukunft angebrachter. Nur so eine Idee ...

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Sonstiges | Diskussion Corona-Test bei Einreise?
28. Juli 2020: Von Stephan Schwab 

Hallo!

Ich lese es werden jetzt verpflichtende Corona-Tests an Flughäfen eingeführt und frage mich wie das bei Reisen mit dem eigenen Flugzeug innerhalb Schengen aussieht.

Der Begriff "Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub" umfaßt ja sowohl Leute, die in's französische Grenzdorf XYZ fahren, Leute, die per SEP aus Colmar zurück nach Egelsbach fliegen, und halt auch Leute, die aus China zurückkommen.

Ist da mehr dazu bekannt und welche Auswirkung das auf Reisen per GA hat?

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu ZÜP und die EU
20. Februar 2020: Von Stephan Schwab an Ingo-Julian Rösch

Vielen Dank für die vielfältigen Gedanken zum Thema.

Solange das alles auf der Basis von Verurteilungen, also nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren, passiert, sind diese Kontrollen auf freier Straße wohl kein echtes Problem und die spanische Sicht "zahle und vergiß' es" wohl nicht verkehrt.

Wir wohnen auf dem Land. Die nächste größere Stadt ist 100 km entfernt. Wir sind über einige Wochen letztes Jahr mehrmals durch ganz offizielle Kontrollen auf der Autobahn (da wurde auf einen Fahrstreifen verengt) und dem Äquivalent einer Bundesstraße gefahren. Da haben sie uns aber nicht angehalten, sondern sich auf andere auf Basis irgendwelcher Kriterien konzentriert. Wir haben gesehen wie deren Koffer ausgepackt wurden.

Was weitaus ärgerlicher ist: am Eingang zu einer Kleinstadt mit dem einzigen größeren Supermarkt weit und breit stellt sich die Streife in die Mitte des Kreisverkehrs und durchsucht dann das erste Fahrzeug, welches zufällig kommt. Die stehen da 2h und dann sind sie weg. Im Gegensatz zu der offiziellen Version auf der Autobahn ist das Verhalten der zwei sehr autoritär und provozierend. Da uns das innerhalb weniger Wochen mehrmals passiert ist, fing ich an mir Sorgen zu machen. Ich kann nicht sagen, daß man uns gezielt ausgesucht hätte. Da fahren halt nicht viele Autos vorbei.

Schlimm daran ist, daß halt ganz offensichtlich nach irgendwelchen Gründen gesucht wird etwas "Großes" zu finden. Ich habe neulich von einem "Drogenfund" in der örtlichen Zeitung gelesen. Da ging es um einen ca. 50-jährigen Mann, in dessen Wohnung ein kleiner Beutel Marihuana gefunden wurde. Das war der Aufreger. Was mir aber aufgefallen ist, daß ein kleines Messer zum Schälen eines Apfels als "Waffe" bezeichnet wurde und man ihn offenbar deswegen auch anzeigt hat. Und meine Mitarbeiter achten peinlich darauf ihr eigenes Mini-Taschenmesser nicht in der Hose, sondern im Rucksack, welcher sich im Kofferraum befindet, zu haben. Angeblich macht das einen Unterschied.

Ich habe dann tatsächlich mal den örtlichen Polizeichef besucht und nachgefragt. "Wir wollen wissen wer wer in der Nachbarschaft ist" war die Aussage. Man kann daraus schließen, daß besonders ein Neuer im Dorf kontrolliert wird. Nun gut, wir kennen uns jetzt ja :-) Als ich ihm dann sagte, daß das im Rest Europas aber so nicht üblich sei meinte er, daß ihn das nicht interessiere und er auch keinen Grund sieht den Rest Europas zu besuchen. An der Wirkung auf Touristen war er auch nicht interessiert. Die sollten doch daheim bleiben. Das sei hier halt so. Nun ...

Sowas macht Sorgen und da es halt diesen Kulturunterschied gibt, kann da auch mal was falsch interpretiert werden. In Spanien kann 5 auch mal eine gerade Zahl sein, aber in Deutschland ist es das nie ... Daher meine Frage hier wie denn die Lage bzgl. der Recherche bei der ZÜP ist.

"multa" oder "sancion" ist wohl nach deutscher Lesart eine Ordnungswidrigkeit. Die kann zwar sehr teuer sein, ist aber keine Verurteilung. Wenn also nur Verurteilungen zählen und nicht jede Ordnungswidrigkeit wäre es ja kein Problem.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Diskussion ZÜP und die EU
19. Februar 2020: Von Stephan Schwab 

Hallo!

Mir ist aufgefallen, daß man in Spanien relativ leicht ungewollt unangenehmen Kontakt mit der Guardia Civil haben kann.

Es gibt eine Menge Kontrollen ohne Anlaß durch die Besatzung eines beliebigen Streifenwagens (nicht durch Guardia Civil Trafico - das ist eine andere Abteilung). Die fordern dann die persönlichen Papiere und die Papiere des Fahrzeugs an und wollen fast immer das Fahrzeug durchsuchen und machen auch vor einer Durchsuchung von Aktentaschen oder Handtaschen nicht Halt. Als Deutscher ist man das nicht gewohnt und wir haben in der Regel einen selbstbewußte Art beim Umgang mit der Polizei. Einige Vertreter der Guardia Civil drohen aber nach meiner eigenen Erfahrung bereits bei kleinster Äußerung von Ungefallen ("warum wollen Sie mein Fahrzeug durchsuchen?") mit Anzeige wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt und sind, wie man mir sagte, recht schnell mit dem Schreiben einer Anzeige.

Dazu kommt, daß man auch als in Spanien nicht seßhafter EU-Bürger eine "Personenidentifikationsnummer" zwangsweise bekommt und dann jedweder Vorgang über diese Nummer abgewickelt wird. Nach der Heimatanschrift fragt keiner. Wenn aber die Behörde keine Anschrift hat (ladungsfähige Anschrift ist ein deutsches Konzept), dann hat man automatisch die Einspruchsfrist verwirkt und die Sache nimmt seinen Lauf ohne das man davon überhaupt erfährt. Man wird quasi ohne Verfahren verurteilt.

Jetzt mache ich mir Sorgen, daß man durch solches Verhalten von Seiten der Guardia Civil plötzlich die deutsche ZÜP verlieren könnte. Ich bin mir nicht sicher was da am Ende alles abgefragt wird und ob irgendwelche - möglicherweise falschen - Einträge im EU-Ausland relevant sind.

Spanier sagen mir, daß man bei solchen "fingierten" Anzeigen einfach zahlen und es vergessen solle. Doch befürchte ich, daß man in Deutschland davon ausgeht, daß sowas im EU-Mitglied Spanien ja niemals vorkommen kann und alles was eventuell berichtet wird für bare Münze genommen wird.

Gibt es da irgendwelche Erfahrungen (hoffentlich nicht) oder Informationen wie das Thema EU-weit behandelt wird? Mir ist bekannt, daß die EU die deutsche ZÜP beanstandet hat. Im Kern ist meine Frage, ob für die deutsche ZÜP auch innerhalb der EU recherchiert wird und ab wann irgendwas kritisch wird.

Stephan

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Unfälle und Zwischenfälle | Beitrag zu Wir sind nicht die Einzigen, die Kokolores zusammenfunken.
20. Juli 2017: Von Stephan Schwab an Guido Warnecke

... und auf jedem meiner längeren Flüge wird ein Airliner auf 121.500 gesucht

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Avionik | Beitrag zu Internet per Sat im Cockpit
14. Juli 2017: Von Stephan Schwab an Sebastian G____ Bewertung: +1.00 [1]

Ich fliege meist sehr lange Strecken (3 bis 4 Stunden) um FL180 herum.

Die kleinen Gewitter kann ich überfliegen. Das Wetterbild mit dem IR-Radar hilft zu erkennen, ob das in einer vor mir liegenden Gegend möglich sein könnte. Das wäre der strategische Ansatz.

Die großen Gewitter sind bei FL180 meist gut visuell zu erkennen und das Vermeiden erfolgt dann nach Sicht. Nach Sicht kann man so auch tatsächlich eine Lücke dazwischen finden. Mit dem Wetterbild kann man weiter vorausschauen und vermeidet sich in eine Sackgasse zu manövrieren.

Wenn man in IMC unterwegs ist - ich erinnere mich eine Situation über der Schweiz mit lauter CBs nördlich der Alpen -, dann gibt einem sowas wie ADL immerhin eine Bestätigung, daß es in der Zone nicht mehr blitzt und auch Daten über Niederschlag helfen da ohne Nervosität unterwegs zu sein.

Für mich ist das Sat-Wetter via ADL ein Werkzeug zum kurzfristigen Planen kurz vor dem Start und dann unterwegs - in 3 oder 4 Stunden ändert sich eine Menge. Es hat bisher geholfen keinen Flug wegen des Streckenwetters nicht durchführen zu können.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Lob "FIS-Deutschland"
21. Juni 2017: Von Stephan Schwab an  Bewertung: +2.00 [2]

Es wäre schön mehr Pilot-zu-Pilot-Kommunikation zu haben. Das ist ja das Thema seit langer Zeit.

In Spanien habe ich es bisher immer erlebt, daß die Spanier mit EC-xxx sofort auf Englisch umschalten sobald Sie N521CD hören. Sie machen auch prima Air to Air Funk und melden alle wichtigen Positionen und Bewegungen. Meine bisherige Erfahrung war in La Cerdanya LECD und Cordoba LEBA. Cordoba ist tatsächlich ein AENA-Flugplatz mit grossem Tamtam am Boden, aber nur einer A/A Frequenz.

Dagegen ist das bei meinen Besuchen in Deutschland ganz anders. Da ist es immer ziemlich still und wenn dann redet die Person an der INFO-Stelle.

Das nur als Beobachtung von "außen".

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Schritt in die richtige Richtung...
1. Dezember 2016: Von Stephan Schwab an Malte Höltken Bewertung: +1.00 [1]

Nur die Befürworter der "Freien Information und freien Kunst" verlangen, daß dies jeder mache - egal ob bei Karten, Wetterservive, Musik, Software oder Forschung. Und genau das nimmt dem Leistungserbringer die Wahl seine Leistung auch zu verkaufen. Darum geht es.

Nicht jeder Mensch / Unternehmen soll das tun.

Es geht eher darum, daß Grundlagen frei verfügbar sein sollen. Es wird dann ein Wettbewerb um die bestmögliche, angenehmenste, schönste, etc. Nutzung dieser Grundlagen möglich und das führt oft zu einer Fortentwicklung von irgendwas.

Warum sollte jemand der Besitzer eines Anflug-Designs sein? Die Höhen der Hindernisse und das Bodenprofil gehören ja auch keinem - oder?

Warum sollte man für die Benutzung eines Instrumentenanfluges bezahlen und dann aus Kostengründen nach Sicht anfliegen? Das Prinzip für alles und jedes immer die Nutzer direkt an den Kosten zu beteiligen hat Grenzen und führt meist zu Kosten, die man ohne diese Idee nicht hätte.

Wie wäre es mit Hotelparkplätzen als Beispiel? Die sind teuer, weil natürlich die Kosten für die Schrankenanlage und das Abrechnungssystem zu bezahlen sind. Und warum? Damit andere Leute den Hotelparkplatz nicht nutzen. Es gibt andere Lösungen. Aber das mit der Schrankenanlage ist ja so schön einfach...

In USA gibt es ein nettes Prinzip, welches auch woanders Anwendung finden sollte. Wenn etwas mit öffentlichen Geldern finanziert wurde, dann muß es frei verfügbar sein. Das hat dann auch zur Folge, daß die US-Bürger mit ihren Steuern und Abgaben nützliche Dinge für die gesamte Welt bezahlen. So kommen wir in Europa dann z.B. in den Genuß von Wettervorhersagen (GFS) für Europa, die in USA gerechnet wurden.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu GPS-Approach zu unkontrolliertem Flugplatz in D?
24. Oktober 2016: Von Stephan Schwab an Philipp Tiemann

Was stört in EDFC an der Tankstelle?

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Three-Sixty im Final? Vektor in den Glide Slope? Descent mit +200 kts?
27. September 2016: Von Stephan Schwab an  Bewertung: +1.00 [1]

Korrekt. Turbo == composite prop mit breiten Blättern

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


IFR & ATC | Beitrag zu Three-Sixty im Final? Vektor in den Glide Slope? Descent mit +200 kts?
27. September 2016: Von Stephan Schwab an Dirk Weske Bewertung: +1.00 [1]

Ich fliege regelmäßig mit meiner SR22 (3-Blatt-Propeller) 160 kts bis 2 NM vor der Schwelle und lande ganz normal. Gas raus, bei 120 kts Klappen setzen und schon ist die Fahrt weg.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Reise | Beitrag zu Frankreich und Schengen
5. Juni 2016: Von Stephan Schwab an Dr. Klaus Schneider

Wenn man GA fliegt oder mit dem Auto unterwegs ist, merkt man das nicht. Mich hat die Bundespolizei mal belehrt, daß man trotz Schengen beim Grenzübertritt immer einen Ausweis dabei haben muß. Die Grenzen seien noch da, aber die Kontrollen würden durch Schengen nicht mehr durchgeführt. Kleiner, aber wichtiger Unterschied.

[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Flug/Einsatzleiter auf unkontrolliertem Flugplatz
22. April 2015: Von Stephan Schwab an Ernst-Peter Nawothnig
DAS ist der Hauptjob, "Flugleiter" ist eine Nebenfunktion

Zwei Fragen des Unkundigen:
  • Darf denn ein solcher "Flugleiter" überhaupt mit dem Handfunkgerät auf dem Gelände unterwegs sein und andere Dinge tun?
  • Darf eine Antwort auf einen Einleitungsanruf "... fünf Minuten ..." ausbleiben und eine Landung ist dennoch erlaubt?
Gerade letztere Frage bringt Erinnerung hoch. Vor sehr, sehr langer Zeit durfte ich einmal als eine von zwei Maschinen Wartekreise fliegen, weil wir keine Antwort erhielten. Als wir uns entschlossen nach etwa 20 Minuten doch zu landen, kam auf einmal eine Stimme in den Funk, die deutlich macht, daß wir auf keinen Fall landen dürften und er in wenigen Minuten am Platz sein würde.
[Beitrag im Zusammenhang lesen]


Luftrecht und Behörden | Beitrag zu Flug/Einsatzleiter auf unkontrolliertem Flugplatz
9. April 2015: Von Stephan Schwab an Thore L.
AWOS:

Da hat mir der Besitzer des Platzes Meinerzhagen letztes Jahr erzählt, daß er das bei ihm entwickelte System auf Drängen der Behörde hat abschalten müssen.
[Beitrag im Zusammenhang lesen]

249 Beiträge Seite 1 von 10

 1 2 3 4 5 6 7 ... 9 
⇢  ⇥

Home
Impressum
© 2004-2026 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 14.30.02
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang