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Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Tempelhof-Kompromiss gescheitert: Ein Jahr gewonnen !
14. Januar 2007: Von Ulrich Bluhm an Charly Schorr
Ist das nicht eine sehr rückwärtsgewandte Diskussion mit der man jeden Fortschritt verhindert? Ich frage nochmals: Wenn man 20 Minuten von BBI in die City fährt, warum 1,5 Mio p.a. für einen weiteren Flugplatz auf halbem Wege ausgeben. Für wen? Die kleinen Flieger unter 2 t sind, bis auf wenige Ausnahmen, eh schon lange ins Umland verschwunden. Ich versteh ja Eure Argumente, aber ich denke man muss über beide Seiten nachdenken und wehre mich dagegen, wenn alle, die anderer Meinung sind sofort als Idioten hingestellt werden. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Tempelhof-Kompromiss gescheitert: Ein Jahr gewonnen !
14. Januar 2007: Von Ulrich Bluhm an Andreas Heinzgen
Das habe ich anders verstanden. Die Flughafengesellschaft spricht sogar von 10 Millionen aktuelle Verluste, aber da ist das Gebäude drin. Eine Schliessung ohne Weiternutzung soll 1,5 Mio. für Bewachung, Energie usw.

Es Herabstufung auf einen Verkehrslandeplatz soll laut Klägergruppe / Investoren ebenfals 1,5 Mio. pro Jahr Zuschuss kosten, also (zufällig oder nicht) soviel wie eine Schliessung. Die hätte aber der Steuerzahler aufzubringen und ich meine, dass es bei der Grösse der Anlage nicht reicht. Oder fällt jemanden irgendwo auf der Welt ein vergleichbares Projekt ein, dass ohne Steuergelder auskommt.

Wenn sich wirklich die Konzepte zum Weiterbetrieb so toll rechnen würden, warum sind dann alle, die wirklich in dem Betrieb drinstecken, nämlich Flughafengesellschaft, Aufsichtsrat und zwei Landesregierungen dagegen?

Ich weiss, meine Meinung ist nicht populär, aber in einem kritischen Magazin sollte es erlaubt, die rosarote Brille abzunehmen und die Sache konträr zu diskutieren. Puf wettert ständig gegen Steuermittelmissbrauch auf Flugplätzen. Tempelhof hat bis heute mehr gekostet als alle deutschen Verkehrslandeplätzen zusammen und wird auch mit anderen Konzepten, aber weniger Verkehr nicht billiger.

Sitzen da alles nur Idioten oder wissen wir vielleicht nur zu oberflächlich Bescheid um uns tatsächlich ein Urteil erlauben zu können.

Also nicht immer gleich von Bananenrepublik reden sondern beide Seiten kritisch hinterfragen, bevor man sich eine Meinung bildet. [Beitrag im Zusammenhang lesen]


Pilot und Flugzeug Artikel | Beitrag zu Tempelhof-Kompromiss gescheitert: Ein Jahr gewonnen !
13. Januar 2007: Von Ulrich Bluhm an 
Ich komme nicht aus Berlin und bin quasi Beobachter von draussen. Daher wäre mir Tempelhof und die ganze Berliner Szene eigentlich schnurzegal, wenn nicht zu einem grossen Teil der Bund und damit auch meine Steuergelder drinstecken würden.

Daher hätte ich doch eine Frage an den Autor des Beitrages.

Es heisst, wenn man das verlustträchtige Gebäude rausnimmt würde ein Weiterbetrieb Tempelhofs ca. 1,5 Millionen Euro p.a. kosten. Dies hat laut einem Bericht die Gruppe um Windrose errechnet. Wenn ich daran denke, dass schon deutlich kleinere Regionalplätze bzw. Verkehrsplätze mit ähnlichen Flugbewegungen quer durch Europa selten viel weniger als eine Million p.a. kosten, habe ich Zweifel. Eine vollkommen veraltete Verkehrsanlage in den riesigen Dimensionen von Tempelhof (vor dem 2. Weltkrieg wurde dort noch quasi ohne feste Landebahnen 360 ° in alle Richtungen geflogen) mit heute zwei Start- und Landebahnen, mehreren Instrumentenanflügen, heaktarweise zubetonierten, sanierungsbedürftigen Flächen ist nicht für 1,5 Millionen p.a. zu haben. Dem aufmerksamen Leser dürfte kaum entgangen sein, dass die bisher aufgetretenen Investoren zwar den Flugbetrieb verlangen, diesen aber nicht bezahlen wollen.

Die nostalgischen Gefühle der Berliner in Ehren, aber BBI wird einen Bahnhof direkt unter dem Terminal haben, von dem man die Berliner Innenstadt in 20 Minuten erreichen kann. Tempelhof passiert man dabei nach ca. 10 Minuten auf halbem Wege. Ich frage mich daher, wollen wir restlichen Bundesbürger mit unseren eh viel zu hohen Steuern wirklich die Berliner Nostalgie einer Flugplatzbaracke auf halbem Wege zwischen BBI und Regierungsviertel finanzieren. Die Allgemeine Luftfahrt hat das Geld an anderen Stellen nötiger, um zu überleben.

Pilot und Flugzeug wettert seit Jahren gegen Steuerverschendung und Subvention von Flugplätzen und sollte sich daher auch für die Schliessung von Tempelhof einsetzen. Denn den Investor, der Tempelhof dauerhaft und ohne Staatsknete betreibt, müssen wir uns erst noch backen.

Ich bin selber seit 35 Jahren Pilot und weine jedem Flugplatz hinterher, der geschlossen wird. Aber ich werden den Eindruck nicht los, dass beim Thema Tempelhof die ganze Fliegerszene ein Brett vor dem Kopf hat.
Ulrich [Beitrag im Zusammenhang lesen]

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