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KI in der Fliegerei: Schwätzer, Nerds und ein Hoch auf keine Ahnung! Kennen Sie noch den Typen aus der Schulzeit oder von der Uni? Der zu jedem Thema etwas zu sagen hatte? Der mit 100 % Sicherheit weitgreifende Deklarationen und Erklärungen abgab und dem nach einiger Zeit niemand mehr wirklich zugehört hat? Der Kerl, der nicht ein einziges Mal gesagt hat: „Keine Ahnung.“? Den haben wir uns jetzt tausendfach nachgebaut und tragen ihn in unseren Hosentaschen mit herum. Der Typ wohnt jetzt in unserem Handy und auf unserem Arbeitsplatzrechner. Er heißt KI. Gleich weiterlesen im Heft 2026/09 ... Jetzt abonnieren und die Ausgabe 2026/09 sofort kostenlos als PDF dazubekommen! Sie haben Fragen oder irgendetwas funktioniert nicht mit Bestellung oder Download? Kontaktieren Sie das Verlagsbüro direkt. Keine KI und kein Chatbot! Wir reden persönich mit unseren Kunden oder rufen persönlich und schnell zurück. Unser Verlagsbüro ist Mo. bis Fr. von 9.00 bis 13.00 Uhr für Sie da: +49 6031 9648 425 / abo@pilotundflugzeug.de |
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Wir werden alle älter. | ||||||
Wow, jemand hat im Internet etwas gelesen, und es war falsch. Dazu gibt es seit 2008 den passenden XKCD: „Someone is wrong on the internet.” Falsche Informationen, schräge Forenposts und misleading Google-Treffer sind so alt wie das Netz. Die KI warnt wenigstens, dass sie Fehler machen kann. Der Kollege am Fliegerstammtisch, der erklärt, dass die Umkehrkurve aus 300 ft schon klappt, tut das nicht. Wie immer gilt: Gehirn einschalten. Oder: „If you give a fool a faster tool, all you get is a faster fool.” Denn KI ist ein unfassbar mächtiges Werkzeug. Anwendungen wie mein airfield.directory oder Brices FlyFunWeather gäbe es in dieser Form ohne KI schlicht nicht. Dass ein Sprachmodell heute noch Triebwerke falsch zählt, sagt über das Potenzial der Technologie ungefähr so viel aus wie ein Motorschaden 1905 über das Automobil. „Ich setze weiter aufs Pferd” war auch keine besonders weitsichtige Schlussfolgerung. Ähnlich klang es übrigens, als das G1000 kam: Alles Schnickschnack, zu unzuverlässig, zu viel Elektronik, zu viel Ablenkung, ein ordentliches Sixpack tut’s doch. ADF needles for the win! iPad? Teufelszeug! Meine Papierkarte stürzt nicht ab Die meisten Menschen haben noch nicht ansatzweise verstanden, wie tiefgreifend und positiv KI unsere Arbeit und Gesellschaft verändern wird. Wer als erfahrener Softwareentwickler täglich mit aktuellen Modellen arbeitet, bekommt davon zumindest eine Ahnung. Ähnliches berichten mir medizinische Forscher. Und das in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Von einem Berufspiloten und kritischen Journalisten hätte ich mir deshalb deutlich mehr Differenzierung erwartet als eine Wutbürger-Kolumne auf BILD-Niveau. In dem Zusammenhang sehr interessant zu lesen: https://www.golem.de/news/ki-assistenten-fuer-fluglotse | ||||||
War auch etwas überascht über das Niveau des Beitrags. Schon der Aufmacher, der Vergleich einer KI mit einem Menschen, zeigt ein falsches Verständnis von dem was eine KI ist. Der Typ aus der Schulzeit oder von der Uni der zu jedem Thema etwas zu sagen hat, zieht aus seiner andauernden Belehrung einen emotionalen Gewinn – kennt man ja auch hier im Forum den Typus ;-) Bei einer Ki gibt's das nicht. Anders als dem dauerbelehrenden Korintenkacker kann man einer KI auch durchaus "keine Ahnung" beibringen. Dazu müsste man sich aber die Mühe machen eine zu trainieren und auf eine auf allgemeinen Gebrauch hin automatisierte Google-Ki zu verzichten. Im Prinzip ist das so wie vor 20 Jahren, als man beginnen musste sich für zB Google-Search über den richtigen und zielführenden Gebrauch von Suchbegriffen Gedanken zu machen. Man muss mit dem Werkzeug arbeiten um seine Stärken und Schwächen zu verstehn. Eine KI operiert übrigens auch mit einem anderen Wahrheitsbegriff als wir im Alltag. Ob eine Flugzeug zwei oder drei Triebwerke hat, ist für uns eindeutig – binär, wahr/falsch – entscheidbar. Eine KI gibt lediglich eine Wahrscheinlichkeit aus. Wer diese erhöhen will, muss die KI, wenn sie, wie im geschilderten Fall, völlig falsch liegt, eben zur Übung anleiten. Dann wird das schon. | ||||||
(TLDR) (Fakten)
Ausser die Modelle im Bionic-Harness sagen alle anderen in ihrer Antwort klar, dass man von einer einzelnen teilweisen Frontansicht nicht mit absoluter Sicherheit auf den Typ schliessen kann. Und einen solchen Harness ohne Systemprompt zu verwenden ist sicherlich auch grob fahrlässig und würde man in der Praxis eher nicht machen. (Kommentar)
*Da mir das Originalbild nicht vorliegt habe ich den Test mit einer mittels Google Image-Suche gefundenen ähnlichen Bild gemacht. | ||||||
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